Amazon baut sein Imperium an allen Fronten massiv aus – von selbstfahrenden Taxis bis hin zu einem gigantischen KI-Deal mit OpenAI. Doch die aggressive Expansionsstrategie hat einen astronomischen Preis, der an der Wall Street für deutliche Zurückhaltung sorgt. Warum Investoren trotz glänzender Zukunftsaussichten derzeit den Stecker ziehen und Gewinne mitnehmen.

Der Auslöser für die jüngste Kursschwäche liegt in den enormen Investitionsplänen des Konzerns. Obwohl das operative Ergebnis im vierten Quartal auf 25 Milliarden US-Dollar kletterte, reagierte der Markt nach der Zahlenvorlage im Februar enttäuscht. Der Grund: Amazon plant für dieses Jahr Kapitalausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar, die größtenteils in die KI-Infrastruktur fließen sollen. Diese immensen Ausgaben drückten den freien Cashflow in den vergangenen zwölf Monaten deutlich nach unten und wecken bei Anlegern Sorgen über die kurzfristige Profitabilität.

Mega-Deal mit OpenAI

Dass diese Investitionen strategisch untermauert sind, zeigt die jüngste Partnerschaft mit OpenAI. Das KI-Unternehmen wird über die nächsten acht Jahre 100 Milliarden US-Dollar in Amazons Cloud-Sparte AWS investieren. Im Gegenzug pumpt Amazon schrittweise bis zu 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI. Analysten werten diesen Schritt als klaren Gewinn für AWS. Die Cloud-Sparte sichert sich damit nicht nur massive Einnahmen, sondern festigt auch ihre Position im harten Wettbewerb mit Microsoft Azure und Google Cloud, da AWS zum exklusiven Drittanbieter für die Verteilung von OpenAI Frontier wird.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?

Robotaxis und Drohnen auf dem Vormarsch

Abseits der Cloud treibt Amazon auch seine Mobilitäts- und Logistikprojekte voran. Die konzerneigene Tochter Zoox hat eine mehrjährige Vereinbarung mit Uber geschlossen. Ab dem kommenden Jahr sollen die autonom fahrenden Robotaxis von Zoox über die Uber-App in den USA, beginnend in Los Angeles, buchbar sein. Es ist die erste externe Partnerschaft für Zoox und ein wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung der Technologie.

Gleichzeitig forciert CEO Andy Jassy den Ausbau von Prime Air. Das Ziel ist es, bis zum Ende des Jahrzehnts jährlich rund 500 Millionen Drohnenlieferungen abzuwickeln. In Kombination mit der Integration von One Medical und Amazon Pharmacy positioniert sich der Konzern damit als ernstzunehmender Konkurrent im US-Apothekenmarkt.

Diese teure Zukunftsstrategie spiegelt sich im aktuellen Kursverlauf wider: Mit einem Preis von 183,52 Euro notiert das Papier seit Jahresbeginn rund fünf Prozent im Minus und hat sich damit spürbar von seinem 52-Wochen-Hoch bei gut 220 Euro entfernt.

Für die kommenden Monate steht Amazon an einem strategischen Wendepunkt. Während die massiven Investitionen in KI und Infrastruktur das langfristige Wachstum sichern sollen, belasten sie vorerst die Margen. Zudem rückt ein weiteres konkretes Datum in den Fokus der Märkte: Im Oktober 2026 startet ein Kartellverfahren der US-Handelsbehörde FTC, dessen Ausgang weitreichende strukturelle Folgen für die Logistiksparte und die Produktplatzierung des E-Commerce-Riesen haben könnte.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 12. März liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...