Wenn Anleger unruhig werden, greifen viele lieber zu defensiven Werten. Genau davon profitiert Altria aktuell: Der Tabakkonzern rückt als vermeintlich stabiler „Cashflow-Lieferant“ in den Fokus. Doch wie robust ist die Story, wenn Kerngeschäft und Regulierung zugleich Gegenwind bringen?

Warum die Aktie läuft

Der jüngste Schub hängt laut Quelltext auch mit einer Marktrotation zusammen: Investoren schichten in defensivere Konsumwerte um, um in einem volatileren Umfeld stabilere Erträge zu bekommen. Altria passt mit Dividende und Aktienrückkäufen in dieses Raster.

Aus charttechnischer Sicht unterstreicht der neue 52‑Wochen-Höchststand diese Nachfrage: Der Schlusskurs lag gestern bei 59,04 Euro – exakt auf dem Jahreshoch.

Zahlen, Ausblick und Kapitalrückflüsse

Im vierten Quartal 2025 meldete Altria Erlöse (netto nach Verbrauchsteuern) von 5,08 Mrd. US‑Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie blieb mit 1,30 US‑Dollar auf Vorjahresniveau. Parallel griff das Management zum Rückkaufhebel: Im Quartal wurden 4,8 Mio. Aktien zu durchschnittlich 59,56 US‑Dollar für insgesamt 288 Mio. US‑Dollar zurückgekauft. Für das Gesamtjahr 2025 stieg der bereinigte Gewinn je Aktie um 4,4% auf 5,42 US‑Dollar.

Wichtig für die aktuelle Bewertung ist auch der bestätigte Ausblick: Für 2026 stellt Altria beim bereinigten Gewinn je Aktie 5,56 bis 5,72 US‑Dollar in Aussicht – das entspräche einem Plus von 2,5% bis 5,5% gegenüber 2025. Das Unternehmen erwartet die stärkere Dynamik dabei in der zweiten Jahreshälfte und begründet das mit schrittweise zunehmenden Import- und Exportaktivitäten.

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Beim Thema Ausschüttungen bleibt Altria ebenfalls klar auf Aktionärsrendite getrimmt: Die Quartalsdividende liegt bei 1,06 US‑Dollar je Aktie (4,24 US‑Dollar annualisiert). 2025 wurden 9,07 Mrd. US‑Dollar Free Cashflow erwirtschaftet, denen 6,96 Mrd. US‑Dollar Dividendenzahlungen gegenüberstanden. Zusätzlich läuft ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über 2 Mrd. US‑Dollar – nach einem Jahr, in dem die gesamten Kapitalrückflüsse laut Quelltext 8 Mrd. US‑Dollar erreichten.

Kerngeschäft unter Druck, E‑Vapor ausgebremst

Trotz des freundlichen Börsenbilds bleiben die strukturellen Baustellen sichtbar. Das klassische Zigarettengeschäft leidet weiter unter sinkenden Mengen: Für 2025 wird für die US‑Zigarettenindustrie ein Rückgang der bereinigten Volumina um rund 8% genannt. Marlboro bleibt zwar Marktführer, verlor aber über das Jahr 1,2 Prozentpunkte Marktanteil auf 40,5%. Höhere Preise sollen geringere Stückzahlen abfedern und die Profitabilität stützen.

Im rauchfreien Bereich kommt zusätzlich Regulierung ins Spiel. In den jüngsten Jahresunterlagen weist Altria Wertminderungen auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte im E‑Vapor‑Geschäft aus – ausgelöst durch Anordnungen der International Trade Commission (ITC) gegen das Produkt NJOY ACE. Entscheidend: Das Management rechnet nicht damit, dass NJOY ACE im Geschäftsjahr 2026 wieder auf den Markt zurückkehrt.

Als Reaktion beschleunigt das Unternehmen den Umbau Richtung anderer nicht-brennbarer Alternativen: genannt werden wachsende Umsätze mit oralen Nikotinbeuteln sowie der Ausbau von Joint Ventures im Bereich „Heated Tobacco“. Begleitet wird das durch ein mehrstufiges Effizienzprogramm („Optimize & Accelerate“), das die Kostenbasis modernisieren und Abläufe verschlanken soll.

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