Während der Tech-Sektor unter massivem Druck steht, liefert Alphabet am Mittwochabend seine Q4-Zahlen ab – und die könnten über mehr entscheiden als nur den eigenen Aktienkurs. Der Nasdaq Composite verlor am Mittwoch bereits 2,2 Prozent, AMD stürzte um 17 Prozent ab, selbst KI-Gewinner Micron sackte um 13 Prozent ein. Die Stimmung ist mies: "AI ist zunehmend ein Nettominus für den Markt", konstatiert Analyst Adam Crisafulli von Vital Knowledge. Die Frage ist nun: Kann Google die Wende bringen?

Erwartungen klar übertroffen

Die Antwort kam nach Börsenschluss – und fiel positiv aus. Alphabet meldete für das vierte Quartal 2025 einen Gewinn je Aktie von 2,82 Dollar. Die Analysten hatten im Schnitt nur 2,63 Dollar erwartet. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern noch 2,15 Dollar verdient. Beim Umsatz zeigte sich ein ähnliches Bild: 113,83 Milliarden Dollar standen zu Buche, während Experten 111,32 Milliarden Dollar prognostiziert hatten. Ein Jahr zuvor waren es 96,45 Milliarden Dollar gewesen.

Für das Gesamtjahr 2025 kam Alphabet auf einen Gewinn von 10,81 Dollar je Aktie – die Schätzungen lagen bei 10,63 Dollar. Der Jahresumsatz erreichte 402,84 Milliarden Dollar und übertraf damit die Prognose von 400,26 Milliarden Dollar. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie um 0,4 Prozent auf 334,68 Dollar zu.

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Bullische Positionierung vor den Zahlen

Cathie Woods ARK Invest hatte sich bereits vor der Veröffentlichung deutlich positioniert. Am 3. Februar kaufte der ARK Autonomous Technology and Robotics ETF 11.168 Alphabet-Aktien, der ARK Space and Defense Innovation ETF weitere 1.422 Anteile. Einen Tag zuvor hatten beide Fonds zusammen bereits 37.745 Aktien erworben. Eine klare Wette auf positive Überraschungen.

Die Sentiment-Lage für Alphabet unterscheidet sich fundamental vom Rest des Tech-Sektors. "Die Stimmung ist zu Recht sehr bullish, da die Kernwerbegeschäfte weiterhin sehr gut laufen und das Unternehmen als am besten positioniert im gesamten KI-Ökosystem hervortritt", analysiert Crisafulli. "Niemand sonst hat Kapital, Infrastruktur im großen Maßstab und proprietäre Frontier-Technologie unter einem Dach."

Investitionen im Fokus

Für 2026 erwarten Analysten deutlich höhere Ausgaben, insbesondere für KI-Infrastruktur. Die Frage ist, ob Alphabet trotz steigender Kosten seine hohe Profitabilität verteidigen kann. Besonders im Fokus stehen die Fortschritte bei der Monetarisierung von KI in der Suche sowie die Dynamik von Google Cloud, die zuletzt mit kräftigen Zuwächsen überzeugte.

JPMorgan-Analyst Toby Ogg beschreibt das aktuelle Umfeld drastisch: Unternehmen seien "schuldig bis ihre Unschuld bewiesen ist" – Investoren bestrafen Aktien bereits vor den Zahlen. In diesem Kontext könnten Alphabets solide Ergebnisse tatsächlich stabilisierend wirken. Ob sie ausreichen, um die "Tsunami der Negativität" im Tech-Sektor zu stoppen, wird sich in den kommenden Handelstagen zeigen.

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