Alphabet Aktie: KI-Offensive eskaliert
Die Google-Mutter legt im KI-Wettrüsten massiv nach: Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar – eine faktische Verdopplung gegenüber den 91 Milliarden Dollar aus 2025. Damit zieht der Konzern nicht nur an Meta vorbei, sondern setzt ein Signal: Im Kampf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz geht es jetzt ums Ganze.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen deutlich
Die am 4. Februar 2026 vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal 2025 fallen stark aus. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,82 Dollar – knapp 7 Prozent über den Analystenschätzungen von 2,64 Dollar. Die Erlöse kletterten um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden Dollar, auch hier lag die Prognose mit 111,1 Milliarden darunter. Erstmals in der Unternehmensgeschichte knackte Alphabet die Schwelle von 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz.
Das Werbegeschäft zeigt sich robust: Die Einnahmen stiegen im Schlussquartal um 13,5 Prozent auf 82,3 Milliarden Dollar. Die Suchsparte beschleunigte sogar auf 17 Prozent Wachstum und erreichte 63,1 Milliarden Dollar. YouTube überschritt erstmals die Marke von 60 Milliarden Dollar Jahresumsatz aus Werbung und Abos kombiniert.
Cloud wird zum Kraftwerk
Die eigentliche Überraschung liefert Google Cloud: Das Segment explodierte im vierten Quartal um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar – eine Jahresrun-rate von über 70 Milliarden. Noch beeindruckender entwickelt sich die Profitabilität: Die operative Marge sprang von 17,5 auf 30,1 Prozent. Der Auftragsbestand verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 240 Milliarden Dollar.
Treiber sind KI-Produkte für Unternehmenskunden. Mehr als 8 Millionen zahlende Sitze der Enterprise-Plattform Gemini wurden in nur vier Monaten verkauft. Die Gemini-App selbst zählt mittlerweile 750 Millionen monatlich aktive Nutzer – 100 Millionen mehr als im dritten Quartal. Gemini-Modelle verarbeiten täglich über 10 Milliarden Tokens, gegenüber 7 Milliarden im Vorquartal.
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Rechenzentren ohne Ende
Die angekündigten Ausgaben fließen primär in Rechenzentren und KI-Chips. Etwa 60 Prozent der technischen Infrastruktur-Investitionen entfallen auf Server, 40 Prozent auf Gebäude und Netzwerk-Equipment. CFO Anat Ashkenazi warnt bereits: Die Abschreibungen werden 2026 "bedeutend steigen" – nachdem sie 2025 bereits um 38 Prozent von 15,3 auf 21,1 Milliarden Dollar zulegten.
CEO Sundar Pichai räumt ein, dass Engpässe bei Rechenkapazität das ganze Jahr 2026 anhalten dürften. Die langen Vorlaufzeiten in der Lieferkette zwingen zu langfristiger Planung. Trotz der massiven Ausgaben generierte Alphabet im vierten Quartal 24,6 Milliarden Dollar freien Cashflow, im Gesamtjahr 73,3 Milliarden.
Apple setzt auf Gemini
Ein strategischer Coup gelang mit Apple: Der iPhone-Konzern wählt Google als bevorzugten Cloud-Anbieter und nutzt Gemini-Technologie für die nächste Generation seiner KI-Modelle. Damit sichert sich Alphabet Zugang zu Hunderten Millionen iOS-Nutzern – eine massive Reichweiten-Verstärkung für seine KI-Dienste.
Die Börse reagierte zunächst nervös, die Aktie fiel nachbörslich um 7 Prozent, drehte dann aber ins Plus und notierte zuletzt 4 Prozent über dem Schlusskurs bei 344 Dollar. Anleger ringen offenbar mit der Frage, ob die gigantischen Investitionen schnell genug Erträge abwerfen.
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