Almonty Aktie: Kursbewegungen erklärt
Die Aktie des kanadischen Wolfram-Produzenten kennt derzeit kein Halten mehr. Ein neuer Abnahmevertrag sorgt für Euphorie an den Märkten, doch der Kurssprung von über 478 Prozent innerhalb eines Jahres wirft Fragen auf. Handelt es sich um eine fundamentale Neubewertung in einem kritischen Rohstoffmarkt oder droht nach dem steilen Anstieg eine Überhitzung?
Der jüngste Auslöser für die Kaufwelle ist ein langfristiger Liefervertrag der portugiesischen Tochtergesellschaft mit der österreichischen Wolfram Bergbau und Hütten AG. Diese Vereinbarung sichert Almonty die Abnahme fester Wolfram-Mengen aus der Panasqueira-Mine. Für das Unternehmen bedeutet der Deal vor allem eines: planbare Umsätze und eine deutlich bessere Sichtbarkeit der Einnahmen, während die Produktion global hochgefahren wird.
Die Marktreaktion fällt heftig aus. Allein in den vergangenen vier Handelstagen kletterte das Papier um über 30 Prozent und markierte am 23. Januar bei 11,24 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch. Das Handelsvolumen war mit 32 Millionen gehandelten Aktien außergewöhnlich hoch. Auf Jahressicht summiert sich das Plus mittlerweile auf spektakuläre 478 Prozent.
Geopolitik als Preistreiber
Hinter der Rallye steht ein massives Ungleichgewicht am Weltmarkt, das Investoren zunehmend einpreisen. Die Wolframpreise sind im Jahr 2025 um mehr als 160 Prozent gestiegen, getrieben durch Exportbeschränkungen Chinas, das über 80 Prozent des weltweiten Angebots kontrolliert.
Die Lage verschärft sich weiter: Die USA verbieten ab 2027 chinesische Wolfram-Importe für militärische Beschaffungen. In diesem Umfeld positioniert sich Almonty strategisch als wichtigster westlicher Produzent und strebt einen Marktanteil von 40 Prozent der Versorgung außerhalb Chinas an.
Bewertung in der Diskussion
Der rasante Anstieg ruft jedoch auch Kritiker auf den Plan. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 24,7 ist die Aktie im Vergleich zur Peer-Group (Durchschnitt 17,3) inzwischen sportlich bewertet. Zudem schreibt das Unternehmen aufgrund der kapitalintensiven Anlaufphase noch rote Zahlen; zuletzt wurde ein Verlust von 65,04 Millionen CAD ausgewiesen.
Optimisten verweisen hingegen auf Bewertungsmodelle (DCF), die einen fairen Wert von 22,25 CAD errechnen – deutlich über dem aktuellen Niveau an der Heimatbörse. Auch Analysten wie DA Davidson halten an ihrer Kaufempfehlung fest.
Entscheidend für die nachhaltige Kursentwicklung wird die operative Exekution sein. Nachdem im Dezember 2025 der kommerzielle Abbau in der südkoreanischen Sangdong-Mine begann, fokussiert sich das Management nun auf das Projekt "Gentung Browns Lake" in Montana. Die dortige Produktionsbereitschaft wird für die zweite Jahreshälfte 2026 anvisiert. Sollte Almonty diesen Zeitplan einhalten, könnte die strategische Bedeutung als westlicher Lieferant die hohe Bewertung rechtfertigen.
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