Alibaba schaltet in der KI-Strategie den nächsten Gang hoch. Mit einem neuen Spitzenmodell für künstliche Intelligenz will der chinesische Tech-Konzern technologisch zu den globalen Marktführern aufschließen und seine Cloud-Sparte stärken. Entscheidend ist dabei weniger der einzelne Produktlaunch, sondern die Richtung: Cloud und KI sollen klarer Wachstumsmotor werden.

Neues Spitzenmodell Qwen3-Max-Thinking

Am 26. Januar hat Alibaba offiziell Qwen3-Max-Thinking vorgestellt, das neue Flaggschiff im hauseigenen Qwen-Modellportfolio. Der Konzern betont, dass die Leistungsfähigkeit auf Augenhöhe mit führenden internationalen Systemen liege und verweist auf starke Ergebnisse in mehreren etablierten Benchmark-Tests.

Aus Unternehmenssicht ist das mehr als nur ein weiteres Modell-Update. Der Schritt gilt als bedeutender Fortschritt in der Entwicklung großer Sprachmodelle in China und soll zeigen, dass heimische Anbieter technologisch nicht abgehängt sind.

Zu den zentralen technischen Neuerungen zählen:

  • Adaptive Tool Calling: Das Modell kann eigenständig externe Werkzeuge auswählen und einsetzen, um Aufgaben besser zu lösen – etwa Datenbanken abfragen oder spezialisierte Programme nutzen.
  • Test-time Scaling: Eine Technologie, mit der die Rechenleistung flexibel erhöht werden kann, um die Qualität von Schlussfolgerungen und komplexem Denken zu verbessern.

Das neue Modell ist Teil einer ganzen Serie schneller AI-Initiativen, die Alibaba in den vergangenen Monaten auf den Weg gebracht hat.

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Bedeutung der Chip-Zulassung

Technologie allein reicht nicht, ohne passende Hardware läuft wenig. Vor diesem Hintergrund ist eine Meldung vom 23. Januar relevant: Alibaba und andere große chinesische Tech-Konzerne haben nach Berichten zufolge von den Aufsichtsbehörden grundsätzlich grünes Licht erhalten, Bestellungen für fortgeschrittene Nvidia-KI-Chips vorzubereiten.

Das signalisiert einen möglichen Weg, sich trotz bestehender Exportbeschränkungen Zugang zu leistungsfähigen Prozessoren zu sichern. Für Alibaba wäre das ein wichtiger Baustein, um Modelle wie Qwen3-Max-Thinking in großem Maßstab zu betreiben und weiterzuentwickeln.

Cloud und KI als Wachstumsachse

Der Fokus auf KI fügt sich nahtlos in die Konzernstrategie ein. Alibaba positioniert seine Cloud Intelligence Group als zentrales Wachstumsfeld. Der chinesische Cloud-Markt soll bis 2026 auf rund 61,19 Milliarden US-Dollar anwachsen – ein Umfeld, in dem Alibaba mit seiner Cloud-Sparte bereits eine starke Stellung hat.

KI-Modelle wie Qwen3-Max-Thinking können hier als Differenzierungsmerkmal dienen: Je besser die eigenen Modelle, desto attraktiver werden Plattform und Dienste für Unternehmenskunden, die Anwendungen von Sprachassistenten bis zur Prozessautomatisierung aufbauen wollen.

Rückenwind kommt dabei von politischer Seite. Chinas 15. Fünfjahresplan legt Berichten zufolge großen Wert auf Digitalisierung und industrielle Transformation. Unternehmen, die massiv in Cloud-Infrastruktur und KI investieren, bewegen sich damit im Kernbereich der nationalen Prioritäten – ein Umfeld, das zusätzliche Projekte und Kooperationen begünstigen dürfte.

Kursbild und Ausblick

An der Börse spiegelt sich die strategische Neuausrichtung bisher in einer auffälligen Dynamik wider: Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie rund 68 % über ihrem 52-Wochen-Tief von 85,90 Euro, notiert mit 144,60 Euro von gestern aber noch gut 10 % unter dem Hoch von 161,60 Euro vom 2. Oktober 2025. Der 14-Tage-RSI von 29,4 signalisiert kurzfristig einen überverkauften Bereich, während der Kurs klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 124,07 Euro liegt.

Konkretere Hinweise, wie stark Cloud und KI bereits zum Ergebnis beitragen und welche Finanzziele Alibaba daran knüpft, werden mit den nächsten Quartalszahlen erwartet. Die nächste Ergebnisvorlage wird derzeit für etwa den 19. Februar 2026 erwartet, das Datum ist jedoch noch nicht bestätigt. Bis dahin bleibt Qwen3-Max-Thinking ein deutliches Signal, wohin Alibaba seine Ressourcen in den kommenden Jahren schwerpunktmäßig lenken will.

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