Alibaba schärft seinen KI-Fokus weiter – und liefert dafür ein konkretes Produkt-Update. Die Cloud-Sparte hat mit Qwen-3.5 eine neue Version ihres Flaggschiff-Modells vorgestellt, die vor allem eins verspricht: mehr Leistung bei deutlich geringeren Kosten. Doch wie viel Substanz steckt hinter den angekündigten Verbesserungen?

  • Neues Modell: Qwen-3.5 (für „agentic AI“ ausgelegt)
  • Multimodal: Text, Bilder, Audio und Video
  • Kosten: laut Alibaba bis zu 60% geringere Deployment-Kosten als beim Vorgänger
  • Open Source: Variante mit 397 Milliarden Parametern
  • Sprachen: Unterstützung auf über 200 Sprachen und Dialekte erweitert

Was Qwen-3.5 besser können soll

Alibaba positioniert Qwen-3.5 für die „agentic AI era“. Gemeint sind Modelle, die komplexe Aufgaben eigenständiger ausführen sollen. Gleichzeitig zielt die neue Version auf Effizienz: Entwickler und Unternehmen sollen mit der gleichen Menge an Rechenressourcen mehr Ergebnisse erzielen.

Technisch setzt Alibaba auf Breite bei den Eingaben. Qwen-3.5 soll nicht nur Text verarbeiten, sondern auch Bilder, Audio und Video. Dazu kommt laut Unternehmen eine deutlich bessere Verarbeitung großer Workloads.

Open Source als Hebel für Verbreitung

Um die Nutzung zu beschleunigen, stellt Alibaba eine Open-Source-Version bereit. Die Modell-„Weights“ werden für Entwickler öffentlich zugänglich gemacht, unter anderem über Hugging Face sowie Alibabas Plattform ModelScope. Wer passende Hardware hat, kann die Modelle damit lokal laufen lassen.

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Die Open-Source-Variante trägt den Namen Qwen-3.5-397B-A17B und kommt laut Alibaba auf 397 Milliarden Parameter. Parallel erweitert die Modellfamilie ihre Reichweite: Künftig sollen mehr als 200 Sprachen und Dialekte unterstützt werden.

Konkurrenzdruck – und ein politischer Nebenschauplatz

Mit dem Release verschärft Alibaba den Wettbewerb im KI-Markt – sowohl gegen große Anbieter in China als auch in den USA. In China beschleunigen auch Rivalen wie ByteDance ihre KI-Entwicklung. Gleichzeitig baut Alibaba die Qwen-App auf Verbraucherseite weiter aus und verbindet sie stärker mit dem eigenen E-Commerce-Ökosystem.

Für die Cloud Intelligence Group bleibt KI ein zentraler Baustein. In früheren Finanzberichten hatte Alibaba bereits von starker Dynamik bei KI-bezogenen Erlösen gesprochen – Investitionen in Modelle wie Qwen sollen helfen, Unternehmenskunden zu gewinnen und zu halten.

Abseits des Produkt-Updates gab es zuletzt auch Gegenwind an der Börse: Am 16. Februar rutschte die Aktie im Hongkonger Handel, nachdem das Pentagon Alibaba kurzzeitig auf eine Liste von Unternehmen gesetzt hatte, die angeblich das chinesische Militär unterstützen. Minuten später wurde die Liste laut Bericht ohne Erklärung wieder zurückgezogen.

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