Marvell Technology hat gestern gleich zwei Nachrichten geliefert, die das Unternehmen als ernsthaften Konkurrenten im Rennen um KI-Infrastruktur positionieren. Neue Hochgeschwindigkeits-Chips und eine strategische Partnerschaft für optische Verbindungen — das Timing ist kein Zufall.

Vier neue DSPs für das KI-Rechenzentrum

Im Mittelpunkt stehen vier neue digitale Signalprozessoren (DSPs) in 3-Nanometer-Technologie, die den Übergang von 800G- auf 1.6T-Konnektivität in KI-Rechenzentren beschleunigen sollen. Besonders hervorzuheben ist der Ara T — laut Marvell der erste 8x200G Transmit-Retimed Optics DSP der Branche überhaupt. Daneben wurden Aquila M, Petra und Ara X vorgestellt, die auf Sicherheit, Signalumwandlung und Verbindungszuverlässigkeit ausgelegt sind.

Erste Muster sollen noch im laufenden Quartal an Kunden ausgeliefert werden. Der Vorgänger, der 3nm 1.6T PAM4 Ara DSP, wird bereits in hohen Stückzahlen an Hyperscaler-Betreiber geliefert.

Kooperation für optische Nano-Verbindungen

Parallel dazu bestätigte Marvell eine langfristige Zusammenarbeit mit Mojo Vision, an dessen Series-B-Finanzierungsrunde 2025 Marvell als Lead-Investor beteiligt war. Gemeinsam entwickeln beide Unternehmen micro-LED-basierte optische Verbindungen, die Terabits an Daten pro Millimeter übertragen können — auf einer Fläche etwa so groß wie ein Sandkorn. Das Ziel: Engpässe bei Speicherbandbreite und Energieeffizienz in großen KI-Workloads zu beseitigen.

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Direkter Wettbewerb mit Broadcom

Einen Tag vor Marvells Ankündigung präsentierte Broadcom seinen eigenen 3nm-DSP, den Taurus BCM83640, der 1.6T- und 3.2T-Module unterstützt. Analysten der Futurum Group sehen darin eine zunehmende Rivalität zwischen beiden Unternehmen um Designaufträge der großen Hyperscaler.

Die Aktie schloss gestern bei 76,19 Euro — rund 11 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Dezember, das in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld für Halbleiterwerte erreicht wurde. Fundamental bleibt das Bild stark: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Marvell einen Umsatz von 2,22 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrumsgeschäft steuerte im Gesamtjahr mehr als sechs Milliarden Dollar bei — 74 Prozent des Gesamtumsatzes.

Vom 15. bis 19. März präsentiert Marvell auf der OFC 2026 in Los Angeles über 20 Live-Demos seiner Konnektivitätslösungen, darunter 800G-Pluggable-Optik und PCIe-8.0-Technologie mit 256 GT/s. Die Konferenz dürfte zeigen, wie die Branche die neuen Produkte im direkten Vergleich mit Broadcom bewertet.

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