US-Sanktionen zwingen chinesische Tech-Giganten zum Umdenken. Um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern, bestellt Alibaba nun im großen Stil die neuen KI-Chips von Huawei. Dieser strategische Schwenk sichert zwar die technologische Unabhängigkeit, reißt aber tiefe Löcher in die Bilanz des Konzerns.

Lokale Hardware als Ausweg

Der Ascend 950PR von Huawei soll die Dominanz amerikanischer Hardware auf dem chinesischen Markt brechen. Für Alibaba ist besonders die verbesserte Kompatibilität mit Nvidias Software-Ökosystem entscheidend, da sie die Migration bestehender KI-Modelle vereinfacht. Die Massenproduktion der Chips startet im April. Ab der zweiten Jahreshälfte rechnet Huawei mit der Auslieferung der Hardware, die speziell für Inferenz-Workloads optimiert wurde. Die Standardversion des Chips wird voraussichtlich rund 50.000 Yuan kosten.

Hohe Kosten belasten die Gewinne

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Alibaba?

Der Aufbau dieser lokalen Infrastruktur hat seinen Preis. Massive Investitionen in KI und Cloud-Dienste ließen die bereinigten Gewinne zuletzt um rund 67 Prozent einbrechen. Finanzinstitute reagieren bereits auf den enormen Kapitalbedarf. Die Erste Group Bank senkte ihre Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2026 auf 4,37 US-Dollar je Aktie, während Susquehanna das Kursziel von 190 auf 170 US-Dollar reduzierte. Diese Belastungen spiegeln sich im Kursverlauf wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier glatt 20 Prozent an Wert verloren und schloss am Freitag bei 106,40 Euro. Mit einem RSI von 28,9 gilt der Titel aktuell als technisch überverkauft.

Abspaltung als neuer Hebel

Neben der Hardware-Beschaffung treibt Alibaba die direkte Anwendung seiner KI-Modelle voran. Eine neue Partnerschaft mit dem Autobauer FAW Hongqi integriert die hauseigene Qwen-KI für Sprachsteuerungen direkt in Fahrzeugcockpits. Gleichzeitig bereitet der Konzern offenbar einen Börsengang seiner eigenen Chip-Tochter Pingtouge vor. Die auf RISC-V-Architektur spezialisierte Einheit durchläuft aktuell eine interne Umstrukturierung. Ein erfolgreiches IPO würde frisches Kapital generieren und könnte den finanziellen Druck der aktuellen KI-Investitionen spürbar lindern.

Anzeige

Alibaba-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alibaba-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:

Die neusten Alibaba-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alibaba-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Alibaba: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...