Alibaba verzeichnete an einem einzigen Handelstag ein Kursplus von über 10 Prozent – einer der stärksten Tagesgewinne seit Monaten. Verantwortlich dafür: ein Meilenstein bei den eigenen KI-Modellen, eine mögliche Großbestellung fortschrittlicher Nvidia-Chips und neue Signale aus Peking, die dem Konzern in die Karten spielen.

700 Millionen Downloads für Qwen

Das Herzstück der Rally bildet ein Bericht von AIBase: Alibabas Qwen-KI-Modelle wurden weltweit bereits mehr als 700 Millionen Mal heruntergeladen. Damit ist Qwen das meistgenutzte Open-Source-KI-Modell der Welt – und lässt Angebote von OpenAI oder Meta hinter sich.

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Die Zahlen im Detail:

  • Über 700 Millionen globale Downloads
  • Zehntausende Anwendungen basieren auf Qwen-Technologie
  • Rekord-Akzeptanz in der internationalen Entwickler-Community
  • Cloud-Umsatz stieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 um 34 Prozent auf 5,6 Milliarden US-Dollar

Der Erfolg von Qwen befeuert Alibabas Cloud-Geschäft, das sich zunehmend als wichtigster Wachstumstreiber etabliert. Der E-Commerce-Riese vollzieht damit die Transformation zu einem ernstzunehmenden Infrastrukturanbieter für künstliche Intelligenz.

Nvidia-Chips im Visier

Alibaba hat Nvidia intern mitgeteilt, mehr als 200.000 Einheiten des H200-Chips bestellen zu wollen. Chinesische Behörden bereiten offenbar bereits in diesem Quartal eine begrenzte Genehmigung für den Import vor – für ausgewählte kommerzielle Zwecke. Der H200 gilt als ältere Chip-Generation, deren Export die Trump-Administration trotz geopolitischer Spannungen erlaubt hat.

Unter chinesischen Tech-Konzernen ist Alibaba der größte KI-Investor. Eine zuverlässigere Chip-Versorgung würde die Cloud-Infrastruktur des Konzerns deutlich stärken und die Position im KI-Wettrennen ausbauen.

Regulierung begünstigt Marktführer

Pekings Wettbewerbsbehörde kündigte verschärfte Kontrollen bei Lieferplattformen an. Die State Administration for Market Regulation plant Vor-Ort-Prüfungen und Befragungen im Rahmen des chinesischen Kartellrechts. Experten erwarten, dass diese Maßnahmen subventionsgetriebene Expansion eindämmen und die Compliance-Kosten für neue Marktteilnehmer erhöhen.

„Die verstärkte Aufsicht wird die Margen der Branche stützen", so Catherine Lim, Analystin bei Bloomberg Intelligence. Höhere Auflagen begünstigen große Konzerne wie Alibaba, die solche Kosten auf ihre Umsatzbasis verteilen können – während kleinere Wettbewerber unter Druck geraten.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Jefferies bestätigte seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch von 231 auf 225 US-Dollar. Morgan Stanley korrigierte seine Erwartungen ebenfalls nach unten und verwies auf einen schwächeren E-Commerce-Ausblick, sieht aber weiterhin Potenzial im Cloud-Segment. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 195,12 US-Dollar.

Innerhalb der vergangenen zwölf Monate legte die Aktie um rund 87 Prozent zu. Am 19. Februar 2026 folgen die Quartalszahlen – dann dürfte sich zeigen, wie schnell Alibaba seine KI-Fortschritte in bare Münze verwandeln kann.

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