Kontron enttäuschte die Anleger mit seinem jüngsten Zahlenwerk sichtlich. Das Unternehmen ließ wissen, dass die Umsätze um fünf Prozent auf 1,6 Milliarden zurückgingen und der Ausblick für das laufende Jahr fiel mit 1,75 bis 1,8 Milliarden Euro auf der Umsatzseite geringer aus, als Analysten es sich erhofft hatten. Erfreuliche Entwicklungen gab es aber beim Ebitda, das um 15 Prozent zulegen konnte. Zudem kündigte Kontron neuerliche Aktienrückkäufe an.

Davon ließen die Anleger sich allerdings nicht weiter trösten. Die Aktie rutschte zeitweise um über 20 Prozent in die Tiefe und konnte sich davon vor dem Wochenende nur geringfügig erholen. Am Freitag ging es noch einmal um 4,2 Prozent auf 18,77 Euro aufwärts. Auf Wochensicht blieb es aber bei einem Abschlag von zwölf Prozent. Die Analysten tun sich schwer damit, diese Entwicklung nachzuvollziehen.

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Kontron auf der Kaufliste

Die DZ Bank nimmt zwar zur Kenntnis, dass der Ausblick leicht unter den Erwartungen lag. An der Kaufempfehlung wird dennoch nicht gerüttelt. Lediglich das Kursziel ging von 33 auf 31 Euro zurück. Letzteres stellt nach der jüngsten Korrektur aber noch immer ein gewaltiges Aufwärtspotenzial in Aussicht. Etwas weniger optimistisch ist das US-Analysehaus Jefferies. Dort blieb das Kursziel bei 27 Euro, die Kaufempfehlung blieb aber ebenfalls bestehen.

Jefferies verweist insbesondere auf die höhere Profitabilität, was die Experten über verfehlte Umsatzerwartungen hinwegtrösten kann. Es bleibt die Frage im Raum, woher die heftige Reaktion an den Märkten rühren mag. Einige Beobachter vermuten eine Shortattacke im großen Stil, gemunkelt wird sogar darüber, dass dabei Insiderinformatioen eine Rolle gespielt haben könnten. Ohne klare Belege sollte man mit solchen Vorwürfen aber vorsichtig sein.

Enttäuschte Erwartungen

Festhalten lässt sich für den Moment nur, dass die Märkte offensichtlich mehr von Kontron erwartet haben. Vielleicht spielt bei der heftigen Kursreaktion auch die erhöhte Nervosität eine Rolle. In einem ohnehin angespannten Marktumfeld wirken Enttäuschungen schwerer als sonst. Selbst kleine Rückschläge können da schon mal einen Schock auslösen und auf Spekulationen zu besseren Zeiten wollen sich viele Anleger momentan schlicht nicht einlassen.

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