Alibaba hat die Richtung klar vorgegeben: Über 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz aus KI und Cloud — innerhalb von fünf Jahren. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert der Konzern 380 Milliarden Yuan (rund 53 Milliarden US-Dollar) in die entsprechende Infrastruktur. Der Umbau vom E-Commerce-Riesen zum Technologiekonzern ist in vollem Gange — und er kostet.

Wachstum auf Kosten der Gewinne

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen das Spannungsfeld deutlich. Der Gesamtumsatz stieg um 2 Prozent auf 284,8 Milliarden Yuan — solide, aber unspektakulär. Der Nettogewinn hingegen brach um 67 Prozent auf 16,3 Milliarden Yuan ein. Ursache sind die massiven Investitionen in KI- und Cloud-Kapazitäten, die das Management bewusst in Kauf nimmt.

Das eigentliche Zugpferd ist die Cloud-Sparte: Deren Umsatz legte um 36 Prozent auf 43,3 Milliarden Yuan zu. KI-bezogene Workloads verzeichnen mittlerweile seit zehn Quartalen in Folge dreistellige Wachstumsraten. Das traditionelle China-Commerce-Geschäft wächst dagegen nur noch einstellig.

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KI als digitale Belegschaft

Ein zentrales Element der neuen Strategie ist das sogenannte „Agentic Commerce": KI-Tools wie Wukong und Accio Work sollen kleinen und mittelständischen Unternehmen als digitale Mitarbeiter dienen — für Einkauf, Verhandlungen und Logistik. Zum chinesischen Neujahrsfest im Februar 2026 investierte Alibaba drei Milliarden Yuan in die Bewerbung seines Qwen-KI-Modells. Allein in den ersten neun Stunden nach dem Launch gingen rund zehn Millionen Kaufanfragen ein.

Parallel dazu baut Alibaba seine Chip-Eigenversorgung aus. Die interne T-Head-Sparte hat bis Februar 2026 bereits 470.000 hauseigene KI-Chips im 5-Nanometer-Format ausgeliefert.

Anleger bleiben skeptisch

Die Aktie spiegelt die Unsicherheit über diesen Kurs wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund 20 Prozent verloren und notiert deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Die Investmentbank Susquehanna hält zwar an ihrer positiven Einschätzung fest, senkte das Kursziel aber von 190 auf 170 US-Dollar — mit Verweis auf den Margendruck durch die hohen Ausgaben. Der Analystenkonsens liegt bei 187,89 US-Dollar.

Der freie Cashflow fiel zuletzt um 71 Prozent auf 1,62 Milliarden US-Dollar. Alibaba setzt damit konsequent auf langfristigen Infrastrukturaufbau — auf Kosten kurzfristiger Rentabilität. Ob die Cloud-Sparte das 100-Milliarden-Ziel tatsächlich trägt, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen konkreter abzeichnen.

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