Aixtron schafft den Sprung in den STOXX Europe 600 – und das ausgerechnet in einem Jahr, in dem das Unternehmen selbst von einem operativen Übergangsjahr spricht. Hinter dieser Kombination steckt mehr als ein Widerspruch: Sie zeigt, worauf Investoren bei dem Halbleiterausrüster derzeit wetten.

Passiver Kaufdruck ab dem 23. März

Ab dem 23. März 2026 ist Aixtron offiziell Teil des STOXX Europe 600, der 600 Unternehmen aus 17 europäischen Ländern umfasst. Die Konsequenz ist struktureller Natur: Passive Fonds und ETFs, die den Index abbilden, sind verpflichtet, Aixtron-Aktien ins Portfolio aufzunehmen. Das schafft kontinuierlichen Kaufdruck – unabhängig davon, wie sich das operative Geschäft kurzfristig entwickelt.

Für eine Aktie, die seit ihrem Tief im April 2025 bereits mehr als 230 Prozent zugelegt hat und zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch bei 30,94 Euro markierte, ist das ein zusätzlicher technischer Rückenwind.

Schwache Zahlen, starker Cashflow

Die Jahreszahlen für 2025 zeichnen ein klares Bild: Der Umsatz sank um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, das EBIT fiel um ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro. Hauptgrund ist eine zyklische Nachflaute im Siliziumkarbid-Geschäft (SiC), das in den Vorjahren noch als verlässlicher Wachstumstreiber galt.

Bemerkenswert bleibt dabei die Liquiditätsstärke: Der operative Cashflow erreichte 208,4 Millionen Euro, die liquiden Mittel lagen zum Jahresende bei 224,6 Millionen Euro. Die Dividende bleibt stabil bei 15 Cent je Aktie.

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KI-Rechenzentren als Hoffnungsträger

Für 2026 erwartet Vorstandschef Felix Grawert einen Umsatz von rund 520 Millionen Euro – erneut rückläufig. Die operative Marge soll zwischen 16 und 19 Prozent liegen. Parallel läuft ein Stellenabbau am Stammsitz Herzogenrath, dessen Kosten Aixtron mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag beziffert.

Das Gegengewicht zur SiC-Schwäche soll das Optoelektronik-Lasergeschäft liefern. Aixtron erwartet dort eine Verdopplung des Umsatzes, getrieben von der stark wachsenden Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung in KI-Rechenzentren. Analysten der DZ Bank gehen davon aus, dass neue Nvidia-Architekturen bereits ab dem zweiten Halbjahr 2026 die Auftragsbücher füllen könnten.

Nach Veröffentlichung der Zahlen und des verhaltenen Ausblicks erholte sich die Aktie schnell von einem anfänglichen Rücksetzer. Die Deutsche Bank wertete das als Indiz, dass Investoren den kurzfristigen Gegenwind bereits eingepreist haben und ihren Blick auf 2027 richten.

Ob das Lasergeschäft stark genug wächst, um die SiC-Delle vollständig zu kompensieren, wird das Q1-Ergebnis 2026 als erster belastbarer Datenpunkt zeigen.

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