Der Einstieg in den STOXX Europe 600 ist vollzogen — und die Aktie markiert heute ein neues 52-Wochen-Hoch bei 34,48 Euro. Hinter dem Kursanstieg steckt mehr als nur der Indexeffekt: Aixtron steht mitten in einem strategischen Umbau, dessen Erfolg die Anleger zunehmend einzupreisen scheinen.

Optoelektronik ersetzt SiC als Wachstumstreiber

Das Kerngeschäft zeigt Risse. Der Umsatz sank 2025 um zwölf Prozent auf 556,6 Millionen Euro, das EBIT fiel um ein Viertel auf 100,3 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen weiteren Rückgang auf rund 520 Millionen Euro — hauptsächlich wegen schwächerer Nachfrage nach Siliziumkarbid-Anlagen (SiC), die lange als verlässlicher Wachstumstreiber galten.

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Das Gegengewicht liefert das Lasergeschäft. CEO Felix Grawert erwartet, dass die Nachfrage nach Datacom-Lasern 2026 gegenüber dem Vorjahr mehr als doppelt so hoch ausfällt. Analysten sehen Aixtron potenziell am Beginn eines mehrjährigen, KI-getriebenen Optoelektronik-Zyklus — befeuert durch den massiven Ausbau von Hyperscaler-Rechenzentren. Das Lasergeschäft kann die SiC-Schwäche aber nur teilweise auffangen.

Immerhin stimmt die finanzielle Basis: Der Free Cashflow verbesserte sich um über 250 Millionen Euro auf 181,9 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg von 83 auf 88 Prozent.

Analysten gespalten — 30. April als Belastungstest

Das Analystenbild spiegelt die Unsicherheit wider. Ein Analystenhaus hob das Kursziel auf 30 Euro an, hält aber an einer Hold-Empfehlung fest — mit Verweis auf Bewertungsfragen und den unklaren Zeitpunkt möglicher KI-GaN-Bestellungen. DZ-Bank-Analyst Armin Kremser hingegen rechnet bereits im zweiten Halbjahr 2026 mit steigenden Bestellungen, die 2027 einen deutlichen Wachstumssprung auslösen könnten.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 76 Prozent zugelegt — ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Der Q1-Bericht am 30. April wird zeigen, ob der Wechsel im Produktmix tatsächlich greift und ob das Lasergeschäft schnell genug skaliert, um die laufende SiC-Delle zu kompensieren.

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