AerCap, der weltgrößte Flugzeugvermieter, hat bei Airbus 100 Maschinen der A320neo-Familie geordert — die größte Direktbestellung dieser Art in der Geschichte der Partnerschaft. Das Vertrauen in die Baureihe ist ungebrochen. Operativ kämpft Airbus jedoch mit einem schwachen Auslieferungsstart ins Jahr 2026.

Rekordbestellung mit Signalwirkung

Der am 18. März bekannt gegebene Deal umfasst 23 A320neo und 77 A321neo, mit Auslieferungen zwischen 2028 und 2034. Strukturiert wurde die Transaktion gemeinsam mit Frontier Airlines und Triebwerkshersteller CFM. Parallel dazu sichert sich AerCap über das Joint Venture Shannon Engine Support 48 LEAP-1A-Triebwerke von CFM International — erste Lieferungen beginnen bereits im zweiten Quartal 2026.

Die Bestellung folgt auf einen weiteren Großauftrag: Atlas Air hatte zuletzt 20 Frachtflugzeuge vom Typ A350F geordert, mit Optionen auf 20 weitere Maschinen. Airbus gewinnt damit gleichzeitig in der Fracht- und Passagiersparte an Fahrt.

Auslieferungen hinken dem Ziel hinterher

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Das eigentliche Problem liegt woanders. In den ersten beiden Monaten des Jahres lieferte Airbus nur 54 Flugzeuge aus — ein Rückgang von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Gemessen am Jahresziel von 870 Maschinen entspricht das gerade einmal 6,2 Prozent. Boeing lieferte im gleichen Zeitraum fast doppelt so viele Flugzeuge aus und übernahm 2025 erstmals seit Jahren wieder die Führung bei Neubestellungen.

Um das Jahresziel noch zu erreichen, müsste die Auslieferungsrate im weiteren Jahresverlauf deutlich stärker anziehen als noch 2025. Der Auftragsbestand von 619 Milliarden Euro zeigt, dass die Nachfrage intakt ist — die Herausforderung liegt in der Produktion.

Blick auf April

Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und steht damit deutlich unter Druck. Am 14. April findet in Amsterdam die Hauptversammlung statt, auf der unter anderem die Dividende von 3,20 Euro je Aktie für 2025 zur Abstimmung steht. Zwei Wochen später, am 28. April, legt Airbus seine nächsten Quartalszahlen vor — dann wird sich zeigen, ob die Auslieferungskurve tatsächlich nach oben dreht.

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