Airbus Aktie: Ambitionierte Ziele unter Druck
Airbus will im Jahr 2026 deutlich mehr Flugzeuge ausliefern als im Vorjahr und peilt rund 870 Einheiten an. Der europäische Luftfahrtkonzern reagiert damit auf die weltweit hohe Nachfrage nach treibstoffeffizienten Maschinen. Allerdings steht das ehrgeizige Vorhaben auf wackeligen Beinen, da anhaltende Lieferengpässe bei den Triebwerken die Produktion erheblich stören.
Fehlende Triebwerke verzögern Produktion
Die Hauptursache für die industriellen Engpässe liegt bei den Triebwerken von Pratt & Whitney. Wegen umfangreicher Rückruf- und Inspektionskampagnen bei den Geared-Turbofan-Modellen (GTF) stauen sich bei Airbus derzeit fertige Flugzeughüllen ohne Antrieb – in der Branche als "Glider" bekannt. Da der Zulieferer die Wartung der bereits fliegenden Flotte priorisiert, fehlen neue Triebwerke für die Endmontage.
Airbus zeigt sich mit dieser Entwicklung unzufrieden und prüft Berichten zufolge Schadensersatzforderungen. Als direkte Konsequenz musste der Konzern sein Ziel, monatlich 75 Maschinen der stark gefragten A320neo-Familie zu bauen, von Anfang auf Ende 2027 verschieben. Der alternative Zulieferer CFM International arbeitet mit seinen LEAP-1A-Triebwerken bereits an der Kapazitätsgrenze und kann den Ausfall kaum kompensieren.
Lichtblick im Rüstungsgeschäft
Einen positiven Impuls lieferte gestern die Rüstungssparte. Die kanadische Regierung vergab Aufträge im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Kanadischen Dollar für die Wartung ihrer neuen CC-330 Husky-Tankerflotte. Davon fließen rund 374 Millionen Dollar direkt an Airbus Defence and Space für Ingenieurs- und Zulassungsdienstleistungen. Das Abkommen sichert die Einsatzbereitschaft der neun Flugzeuge ab 2027 und stärkt die Position von Airbus im nordamerikanischen Verteidigungssektor.
Gegenwind durch hohe Kerosinpreise
Abseits der internen Lieferkettenprobleme trübt sich das makroökonomische Umfeld für die gesamte Luftfahrtbranche ein. Die Kerosinpreise haben sich im März aufgrund des Nahostkonflikts drastisch verteuert. Weltweit sprangen die Kosten für Flugtreibstoff von durchschnittlich 2,41 US-Dollar pro Gallone Anfang des Monats auf fast 5 US-Dollar. Diese Kostenexplosion belastet die Bilanzen der Fluggesellschaften schwer. Es besteht das Risiko, dass Airlines ihre Investitionen in neue Flugzeuge vorerst zurückschrauben, auch wenn der Bedarf an sparsameren Modellen grundsätzlich hoch bleibt.
Die operative Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 39,40 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von fast 20 Prozent, wobei der extrem niedrige RSI-Wert von 10,9 eine stark überverkaufte Situation signalisiert. Am 14. April 2026 treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Amsterdam. Neben der vorgeschlagenen Dividende von 3,20 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr, das einen Nettogewinn von 5,2 Milliarden Euro einbrachte, wird vor allem der Umgang mit der angespannten Lieferkette im Zentrum der Diskussionen stehen.
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