AeroVironment hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein gemischtes Bild geliefert: Der Umsatz wuchs um 143 Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieb aber deutlich hinter den Analystenerwartungen zurück. Dazu kam eine milliardenschwere Abschreibung im Raumfahrtbereich. Die Aktie reagierte am Montag mit einem Kursrückgang von knapp sechs Prozent.

Umsatzmiss und Sonderbelastung

Der Quartalsumsatz erreichte 408 Millionen Dollar – die Erwartungen lagen bei rund 484 Millionen Dollar. Gleichzeitig wies das Unternehmen einen GAAP-Nettoverlust von 156,6 Millionen Dollar aus. Haupttreiber war eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung von 151,3 Millionen Dollar, ausgelöst durch einen Stopp-Auftrag der U.S. Space Force für das BADGER-Antennenprogramm.

Operativ geriet die Marge ebenfalls unter Druck: Die bereinigte Bruttomarge fiel auf 27 Prozent, nach 40 Prozent im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sondereffekte verdoppelte sich der Gewinn je Aktie zwar auf 0,64 Dollar – doch der Markt fokussierte sich auf die Schwachstellen.

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Neue Produkte, angepasste Kursziele

Parallel zum Quartalsbericht trieb AeroVironment seine strategische Expansion voran. Am 24. März stellte das Unternehmen LOCUST X3 vor, ein modulares Hochenergielaser-System zur Drohnenabwehr mit KI-gesteuerter Zielerfassung und Kosten von weniger als fünf Dollar pro Schuss. Kurz zuvor, am 16. März, hatte AeroVironment Empirical Systems Aerospace übernommen, um die eigenen Fertigungskapazitäten im Bereich elektrischer und unbemannter Luftfahrzeuge auszubauen.

Analysten reagierten unterschiedlich auf die Entwicklungen. Raymond James stufte die Aktie von „Underperform" auf „Market Perform" hoch. UBS senkte dagegen das Kursziel von 259 auf 236 Dollar bei unverändertem Neutral-Rating, KeyCorp reduzierte sein Ziel von 330 auf 295 Dollar. Als Begründung nannten Analysten Bedenken hinsichtlich des Wachstumstempos angesichts zunehmenden Wettbewerbs und der Vertragsanpassungen im Raumfahrtbereich.

Starker Auftragsbestand, angepasste Prognose

Trotz der kurzfristigen Belastungen bleibt die Auftragslage robust. Der finanzierte Auftragsbestand erreichte zum 31. Januar 2026 einen Rekordwert von 1,1 Milliarden Dollar. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres bei 1,6, die Gesamtauftragseingänge summierten sich auf 4,6 Milliarden Dollar.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management nun einen Umsatz zwischen 1,85 und 1,95 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,75 bis 3,10 Dollar. Das vierte Quartal soll dabei ein Rekordergebnis liefern – ob das ausreicht, um das Vertrauen der Analysten zurückzugewinnen, wird sich an den dann veröffentlichten Zahlen ablesen lassen.

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