Weniger als fünf Dollar pro Abschuss — das ist das Versprechen, mit dem AeroVironment am 24. März auf der AUSA Global Force Conference sein neuestes Waffensystem vorstellte. Der LOCUST X3 ist ein KI-gesteuertes Hochenergielaser-System, das speziell für die wachsende Bedrohung durch massenproduzierten Drohnen entwickelt wurde. Hinter dem Launch steckt eine klare wirtschaftliche Logik.

Das Kalkül hinter dem Laser

Konventionelle Abwehrraketen kosten mehrere Millionen Dollar pro Stück. Günstige Angreiferdrohnen dagegen oft nur wenige Hundert. Dieses Missverhältnis macht traditionelle Abwehrsysteme auf Dauer unwirtschaftlich — und genau hier setzt der LOCUST X3 an.

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Das System bietet eine skalierbare Laserleistung zwischen 20 und mehr als 35 Kilowatt, lässt sich modular auf verschiedene Fahrzeugplattformen montieren und übernimmt Erkennung, Verfolgung und Bekämpfung weitgehend automatisiert. Vier Prototypen hat AeroVironment bereits an die US Army geliefert — zwei auf Infantry Squad Vehicles, zwei auf Joint Light Tactical Vehicles. Das ist relevant, weil die Army im vierten Quartal des Fiskaljahres 2026 eine Beschaffungsentscheidung für 24 Systeme im Rahmen ihres Enduring High Energy Laser-Programms treffen will. AeroVironment gilt als einer der führenden Kandidaten.

Upgrade nach Kursrutsch

Parallel zum Produktlaunch verändert sich die Stimmung an der Wall Street. Raymond-James-Analyst Brian Gesuale stufte die Aktie von „Underperform" auf „Market Perform" hoch — nachdem der Kurs seit Anfang März rund 35 Prozent verloren hatte, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur etwa fünf Prozent nachgab. Das EBITDA-Multiple auf Sicht von zwölf Monaten komprimierte sich von rund 34x auf etwa 28x. Raymond James wertet die Kombination aus Kursrückgang, negativen Schätzungsrevisionen und Bewertungskorrektur als ausreichend, um das Chance-Risiko-Verhältnis wieder auszubalancieren — betont aber, dass Wettbewerbsdruck in weiten Teilen des Produktportfolios bestehen bleibt.

Dichter Terminkalender im März

Der LOCUST-X3-Launch fällt in einen besonders aktiven Unternehmensmonat. Am 16. März übernahm AeroVironment Empirical Systems Aerospace für rund 200 Millionen Dollar — etwa 160 Millionen davon in Aktien, der Rest in bar. Die Transaktion soll bereits im ersten Jahr EBITDA-akkretiv sein. Hinzu kommt ein 117,3-Millionen-Dollar-Auftrag der US Army für P-550-Drohnen zur Aufklärung und Zielerfassung in umkämpften Gebieten.

Das LOCUST X3 wurde bislang noch nicht als vollständig integriertes System getestet, alle Subsysteme wurden jedoch einzeln validiert. Der Abschluss der Systemtests wird innerhalb weniger Monate erwartet — ein Zeitplan, der direkt auf die bevorstehende Army-Beschaffungsentscheidung ausgerichtet ist.

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