Adobe gerät im Software-Sektor gerade zwischen die Fronten: Nicht schwache Geschäfte, sondern die Angst vor neuer KI-Konkurrenz drückt auf die Stimmung. Während Investoren fragen, wie stark Tools wie OpenAI oder Anthropic klassische Software ersetzen könnten, häufen sich die skeptischen Analystenstimmen. Genau dieser Mix hat die Aktie zuletzt spürbar unter Druck gesetzt.

Analysten werden vorsichtiger

Im Januar gab es eine ganze Reihe von Abstufungen durch große Häuser. Laut Bloomberg ist das Konsens-Rating auf den niedrigsten Stand seit 2013 gefallen – ein klares Signal, wie ernst Analysten die Diskussion um Adobes Positionierung im KI-Zeitalter nehmen.

Konkret:
- Am 13. Januar stufte Oppenheimer von „Outperform“ auf „Perform“ ab und verwies auf ein „herausforderndes operatives Umfeld“ in dieser Umbruchphase.
- In derselben Woche senkten auch BMO Capital Markets, Goldman Sachs und Jefferies ihre Einschätzungen.
- Am 26. Januar hielt UBS zwar an „Neutral“ fest, reduzierte aber das Kursziel.

Der gemeinsame Nenner: weniger Vertrauen, dass Adobe kurzfristig die KI-Dynamik so kontrolliert, wie es der Markt lange eingepreist hatte.

Breiter Ausverkauf im Software-Sektor

Adobes Schwäche kommt nicht isoliert. Laut CNBC rutschte der WisdomTree Cloud Computing Fund zum Start ins Jahr 2026 um mehr als 8% ab. Mehrere große Softwarewerte – darunter auch Adobe – verloren im Januar deutlich zweistellig.

Der Auslöser ist vor allem ein „Was-wäre-wenn“-Szenario: Könnten KI-Tools von OpenAI und Anthropic künftig zentrale Teile des Enterprise-Software-Stacks verdrängen? CNBC beschreibt, dass diese Sorge nochmals zunahm, nachdem Anthropic mit „Claude“ ein KI-Agenten-Tool vorgestellt hat, das sich explizit an Unternehmenskunden richtet.

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Operativ liefert Adobe weiter

Spannend ist der Kontrast zur operativen Lage: Laut Forbes hat Adobe im Q4 2025 Rekordumsatz erzielt, und der operative Cashflow im Geschäftsjahr 2025 lag bei über 10 Milliarden US-Dollar.

Auch die KI-Integration über „Firefly“ scheint voranzukommen. Forbes berichtet, dass die monatlich aktiven Nutzer der kostenlosen KI-Dienste um 35% auf über 70 Millionen gestiegen sind. Das Management stellt zudem für FY2026 mehr als 10% Wachstum der jährlich wiederkehrenden Erlöse (ARR) in Aussicht.

An der Börse spiegelt sich das dennoch nur begrenzt: Der Schlusskurs lag am Freitag bei 292,69 US-Dollar, womit der Titel klar unter den längerfristigen Durchschnittslinien notiert und über die letzten 30 Tage deutlich nachgegeben hat.

Kurzfakten aus dem Quelltext:
- Marktkapitalisierung: rund 120 Mrd. US-Dollar
- Operative Marge (LTM): 36,6%
- Nächster Quartalsbericht: 12. März 2026

Zum nächsten Quartalsbericht am 12. März 2026 bekommt das Management die erste große Bühne in diesem Jahr, um die KI-Sorgen mit konkreten Aussagen zu entkräften – etwa dazu, wie Firefly monetarisiert wird und ob sich die angekündigten Wachstumsziele für FY2026 in den Auftrags- und Nutzungsdaten klar wiederfinden.

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