Adobe sucht im Marketingmarkt die nächste Wachstumsstory – und setzt dafür noch stärker auf WPP. Hinter der heutigen Meldung steckt mehr als nur ein weiteres „Partnership-Update“: Es ist ein Versuch, die eigene KI-Strategie in konkrete Anwendungen zu übersetzen. Denn an der Börse ist die Geduld nach dem starken Kursverfall zuletzt spürbar dünner geworden.

WPP-Deal: Agenten sollen Marketing automatisieren

Heute haben Adobe und der Werbekonzern WPP eine Ausweitung ihrer globalen Partnerschaft angekündigt. Kern ist eine integrierte Lösung, die Adobes KI-Funktionen, Content-Plattformen und Daten-Orchestrierung mit der Marketing-Plattform WPP Open verbindet.

Im Zentrum steht die Einbindung von Adobe Firefly Foundry (Enterprise-Plattform für generative KI-Modelle) in WPP Open. Der Fokus liegt auf sogenannten agentischen KI-Workflows: Adobes „Agents“ sollen Inhalte erstellen und anpassen, während WPPs „Agents“ parallel die Mediaspendings optimieren und Kampagnen über verschiedene Kanäle ausspielen.

Beide Unternehmen wollen zudem über die nächsten Jahre hinweg „creative AI forward-deployed engineers“ ausbilden und einsetzen. Das deutet auf eine längerfristige Zusammenarbeit hin – nicht nur auf eine einmalige Produktintegration.

Warum das wichtig ist – und warum der Markt trotzdem zweifelt

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Laut Mitteilung zielt das Paket auf ein alltägliches Problem vieler Marken: immer mehr Content, immer mehr Kanäle, stärkere Personalisierung – und das oft mit fragmentierten Tools. Die Idee: Planung, Kreation, Produktion und Ausspielung sollen über KI-Agenten stärker durchgängig orchestriert werden.

Trotz solcher Initiativen steht die Aktie 2026 unter Druck. Der Hintergrund: Anleger wollen offenbar nicht nur Partnerschaften sehen, sondern belastbare Signale, dass sich KI auch messbar in Wachstum übersetzt – gerade in einem Umfeld, in dem die Konkurrenz im generativen KI-Zeitalter als größer wahrgenommen wird.

Passend dazu hat sich der Ton an der Analystenfront zuletzt eingetrübt: HSBC senkte Mitte Februar das Kursziel deutlich (von 388 auf 302 US-Dollar). Goldman Sachs ging laut Bericht sogar mit einem „Sell“ an den Markt. Zusätzlich wurde die Aktie in Kommentaren als ohne klaren Neubewertungs-Treiber beschrieben, teils auch mit dem Hinweis auf das Risiko einer „Value Trap“.

Blick nach vorn: Zahlen am 12. März

Der nächste harte Prüfstein kommt schnell: Am 12. März 2026 legt Adobe die nächsten Quartalszahlen vor. Genau dort dürfte sich entscheiden, ob die KI-Offensive – inklusive Firefly und der vertieften WPP-Integration – bereits spürbar zur Monetarisierung beiträgt und wie sich die wiederkehrenden Erlöse im Digital-Media-Geschäft entwickeln. Nach dem bisherigen Jahresminus von -23,45% wird der Bericht damit zum wichtigsten Orientierungspunkt für die nächsten Wochen.

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