Adobe erreicht am Montag ein neues 52-Wochen-Tief. Jefferies senkt das Kursziel erneut – bereits die zweite Herabstufung binnen weniger Wochen. Der Softwarekonzern verliert seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel seines Börsenwerts, während die Sorge um KI-getriebene Konkurrenz die Investoren nervös macht.

Verkaufsdruck nimmt zu

Die Talfahrt beschleunigt sich. Seit Jahresbeginn 2026 verlor die Aktie rund 26 Prozent an Wert. Vom 52-Wochen-Hoch bei 464,33 Dollar ist Adobe damit inzwischen mehr als 44 Prozent entfernt. Am Montag wechselten etwa 2 Millionen Aktien den Besitzer, während der Kurs um knapp 5 Prozent nachgab.

Adobe steht dabei nicht allein. Analysten sprechen bereits von der "SaaSpocalypse" – einem branchenweiten Ausverkauf bei Enterprise-Software-Anbietern. Auch Schwergewichte wie Microsoft und Salesforce verzeichnen 2026 deutliche Verluste.

Wall Street dreht ins Negative

Die Liste der Herabstufungen wird länger. Jefferies senkte das Kursziel am 23. Februar von 400 auf 290 Dollar – nachdem die Investmentbank die Aktie bereits Anfang Januar von "Buy" auf "Hold" zurückgestuft hatte. Goldman Sachs vollzog am 12. Januar einen noch drastischeren Schritt: Downgrade von "Buy" direkt auf "Sell" mit einem Kursziel von 290 Dollar. Die Begründung: Ein erwartetes Umsatzwachstum von 10 Prozent und ein EPS-Wachstum von ebenfalls 10 Prozent liegen deutlich hinter der Konkurrenz zurück.

Auch Piper Sandler revidierte seine Einschätzung Anfang Februar und kürzte das Kursziel von 470 auf 330 Dollar. UBS, HSBC und Oppenheimer folgten mit eigenen Anpassungen nach unten. Melius Research hält sogar an einem "Sell"-Rating fest und senkte das Kursziel zuletzt auf 270 Dollar.

Generative KI als Kernproblem

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Hinter der Neubewertung steht eine fundamentale Frage: Macht generative KI Adobes Premium-Software überflüssig? Analysten befürchten, dass Tools wie ChatGPT, Canva und Figma professionelles Design zunehmend demokratisieren. Hochwertige Kreativarbeit, für die bisher Adobes teure Creative Cloud nötig war, wird durch KI-Assistenten immer zugänglicher.

Verschärft wird der Wettbewerbsdruck durch Konkurrent Figma. Das Unternehmen prognostizierte vergangene Woche für 2026 einen Umsatz zwischen 1,36 und 1,37 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 1,29 Milliarden. Zudem will Figma ab März KI-Credits verkaufen und damit direkt in Adobes Kerngeschäft vordringen.

Solide Zahlen, niedrige Bewertung

Die jüngsten Quartalsergebnisse bieten ein anderes Bild. Adobe übertraf im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 die Gewinnerwartungen mit einem Ergebnis je Aktie von 5,50 Dollar (Konsens: 5,40 Dollar). Der Umsatz stieg um 10,5 Prozent auf 6,19 Milliarden Dollar und lag damit ebenfalls über den Schätzungen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet Adobe einen Gewinn je Aktie zwischen 23,30 und 23,50 Dollar. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist auf etwa 16 gefallen – weniger als die Hälfte der historischen Bandbreite. Die operative Marge liegt weiterhin über 36 Prozent.

Entscheidung im März

Am 12. März folgen die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob Adobe überzeugende Fortschritte bei der Monetarisierung eigener KI-Funktionen vorweisen kann. Die breite Streuung der Analystenbewertungen – von "Strong Buy" bis "Sell" – spiegelt die Unsicherheit wider. Kann der Konzern beweisen, dass er im KI-Zeitalter nicht nur mithalten, sondern profitieren kann?

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