Adobe gerät an der Wall Street zunehmend unter Beschuss. Zum Wochenstart sorgt die Investmentbank Goldman Sachs für Aufsehen und stuft die Papiere des Software-Konzerns auf „Verkaufen“ herab. Während die Geschäftszahlen solide wirken, wächst am Markt die Sorge, dass die KI-Konkurrenz dem einst unangefochtenen Marktführer gefährlicher wird als gedacht.

Wachstumsängste belasten Bewertung

Goldman-Analystin Gabriela Borges sieht für die Aktie deutliches Abwärtspotenzial und kappt das Kursziel auf 290 US-Dollar – rund 14 Prozent unter dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Der Kern ihrer Kritik zielt auf das Wachstumsprofil: Mit einem prognostizierten Umsatz- und Gewinnwachstum von jeweils zehn Prozent hinke Adobe dem Durchschnitt der Branche hinterher.

Borges bewertet die Aktie daher nur noch mit dem 15-fachen des erwarteten Gewinns. Dieser deutliche Bewertungsabschlag spiegelt das Risiko wider, dass Adobe seine Investitionen in Künstliche Intelligenz massiv hochfahren muss, während gleichzeitig günstigere KI-Tools die Preissetzungsmacht des Konzerns untergraben könnten.

Analysten werden skeptischer

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Die Herabstufung ist kein isoliertes Ereignis, sondern bestätigt einen negativen Trend der letzten Wochen. Auch BMO Capital Markets, Jefferies und KeyBanc strichen kürzlich ihre Kaufempfehlungen zusammen. Der Tenor ist bei vielen Experten ähnlich: Im Einsteiger-Segment („Casual Users“) droht Adobe Marktanteile an einfachere, KI-gestützte Alternativen zu verlieren. Zwar gilt die Position bei professionellen Anwendern als gut abgesichert, doch bezweifeln Analysten, dass dies allein für eine Beschleunigung des Umsatzwachstums ausreicht.

Solide Zahlen stehen gegen KI-Sorgen

Paradoxerweise stehen den düsteren Marktprognosen robuste operative Ergebnisse gegenüber. Im abgelaufenen vierten Quartal übertraf Adobe mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen. Auch der operative Cashflow erreichte im Geschäftsjahr 2025 mit über 10 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Analysten erkennen zwar an, dass die Nutzung der hauseigenen KI „Firefly“ stark zunimmt, bemängeln jedoch, dass Adobe den Fokus derzeit noch auf Verbreitung statt auf aggressive Monetarisierung legt.

Die nächste wichtige Wegmarke steht am 12. März 2026 mit den Zahlen zum ersten Quartal an. Investoren werden dann konkrete Belege dafür einfordern, ob sich die hohen KI-Investitionen in bare Münze verwandeln lassen. Zudem dürfte der Stand der geplanten Übernahme von Semrush Holdings, die noch auf behördliche Genehmigung wartet, im Fokus stehen.

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