Der Softwarekonzern Adobe treibt seinen strategischen Umbau im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter voran. Mit der Freigabe durch das deutsche Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des SEO-Spezialisten Semrush eine entscheidende Hürde genommen. Dieser Fortschritt fällt in eine anspruchsvolle Phase für das Unternehmen, das neben starken Quartalszahlen auch den bevorstehenden Abgang seines langjährigen CEOs verarbeiten muss.

Strategische Erweiterung durch Semrush

Am Freitag erteilte die deutsche Wettbewerbsbehörde die Genehmigung für den 1,9 Milliarden US-Dollar schweren Zukauf. Da die Semrush-Aktionäre bereits Anfang Februar zugestimmt haben, rückt der für das zweite Geschäftsquartal geplante Abschluss in greifbare Nähe. Adobe integriert damit eine gewaltige Datenbasis von Milliarden Keywords und Backlinks in seine bestehenden Cloud-Dienste.

Ziel dieser Fusion ist es, Marketern eine geschlossene Plattform zu bieten. Inhalte sollen künftig nicht nur mit Adobe-Werkzeugen erstellt, sondern direkt für traditionelle Suchmaschinen und große Sprachmodelle (LLMs) optimiert werden. Das Management positioniert diesen Schritt als essenziellen Baustein, um die Sichtbarkeit von Marken im KI-Zeitalter zu gewährleisten.

Rekordzahlen treffen auf Führungswechsel

Operativ liefert der Software-Riese belastbare Argumente für seine Strategie. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf einen Rekordwert von 6,4 Milliarden US-Dollar, während sich die jährlich wiederkehrenden Umsätze im KI-Segment sogar verdreifachten.

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Überschattet wird diese fundamentale Stärke vom angekündigten Rückzug des Vorstandsvorsitzenden Shantanu Narayen. Nach 18 Jahren an der Spitze und einem massiven Unternehmenswachstum sucht der Verwaltungsrat nun weltweit nach einem explizit "KI-nativen" Nachfolger. Narayen wird dem Konzern anschließend als Aufsichtsratschef erhalten bleiben.

Skepsis an der Börse bleibt bestehen

Trotz der soliden Geschäftsentwicklung und der strategischen Zukäufe zeigen sich Investoren zurückhaltend. Der Schlusskurs vom Freitag bei 214,50 Euro markiert einen deutlichen Rückgang, seit Jahresbeginn hat das Papier fast ein Viertel seines Wertes eingebüßt.

Verantwortlich für den anhaltenden Druck auf die Papiere sind neben der Unsicherheit über die künftige Führung vor allem Sorgen über den verschärften KI-Wettbewerb durch Konkurrenten wie Google sowie behördliche Untersuchungen zu Stornogebühren. Analysten von Häusern wie UBS, BMO Capital und JP Morgan sehen die Situation differenziert und rufen aktuell ein durchschnittliches Kursziel von rund 331 US-Dollar auf.

In den kommenden Monaten stehen für Adobe zwei konkrete Meilensteine an. Neben dem formellen Abschluss der Semrush-Integration im laufenden zweiten Geschäftsquartal muss der Verwaltungsrat zeitnah einen neuen CEO präsentieren, der das Unternehmen durch die nächste Phase der KI-Transformation steuert.

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