Adobe liefert die Technologie für den weltweiten Online-Handel und meldet pünktlich zum Black Friday neue Rekordumsätze im E-Commerce. Doch während die Konsumenten in Kauflaune sind, flüchten die Anleger scharenweise aus dem Papier. Die Diskrepanz zwischen der operativen Dominanz und dem miserablen Kursverlauf könnte kaum größer sein. Handelt es sich hier um eine fatale Fehleinschätzung des Marktes oder übersieht die Masse ein fundamentales Problem?

Herrscher über die Daten

Adobe steht an diesem Wochenende nicht als Sorgenkind, sondern als Taktgeber der US-Wirtschaft im Rampenlicht. Die Analyse-Sparte des Konzerns, Adobe Analytics, meldete am Samstag beeindruckende Zahlen: Die Online-Ausgaben am Black Friday kletterten massiv und steuern auf eine Summe von fast 12 Milliarden Dollar zu.

Das entspricht einem Wachstum von rund 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und beweist die Widerstandskraft der Konsumenten. Für Investoren ist diese Nachricht eigentlich ein klares Signal: Adobe sitzt fester denn je im Sattel des digitalen Ökosystems. Wer über eine Billion Zugriffe auf Händler-Websites tracken kann, verfügt über einen kaum einholbaren Wettbewerbsvorteil – auch wenn der Markt derzeit nur auf künstliche Intelligenz starrt.

Düsteres Chartbild

Trotz dieser Machtdemonstration im operativen Geschäft herrscht an der Börse pure Tristesse. Die Aktie konnte von den positiven Nachrichten kaum profitieren und verharrt in einem zähen Abwärtstrend. Ein Blick auf die nackten Zahlen offenbart das Ausmaß der Krise: Seit Jahresanfang hat der Titel fast 36 Prozent an Wert verloren.

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Besonders alarmierend ist die Nähe zum Jahrestief. Der Kurs notiert aktuell kaum noch über der Marke von 271 Euro, während das 52-Wochen-Hoch in weiter Ferne liegt. Technisch betrachtet haben die Bären das Ruder fest in der Hand, da die Aktie deutlich unter den wichtigen 50- und 200-Tage-Linien notiert.

Analysten ziehen Reißleine

Die Ursache für diesen Pessimismus liegt in der Angst vor der neuen KI-Konkurrenz. Dies spiegelt sich auch in den jüngsten Anpassungen der Wall Street wider. So senkte die Großbank Wells Fargo ihr Kursziel deutlich von 470 auf 420 Dollar und verwies auf gedämpfte Erwartungen. Auch Mizuho sieht kaum noch Luft nach oben.

Doch es gibt auch Gegenstimmen: DA Davidson hält stur an einem Ziel von 600 Dollar fest – ein Szenario, das fast eine Verdopplung bedeuten würde. Diese extreme Uneinigkeit zeigt sich auch bei den Großinvestoren. Während der Pensionsfonds von Florida zuletzt Anteile abstieß, nutzten Adressen wie Goldman Sachs und F M Investments den Preisverfall, um ihre Positionen massiv aufzustocken.

Fazit

Adobe steckt in einer Zwickmühle: Die eigenen Daten beweisen die Vitalität der digitalen Wirtschaft, doch der Aktienkurs spiegelt tiefe Skepsis wider. Der Markt wartet nun auf den Beweis, dass die KI-Strategie die Monetarisierung ähnlich vorantreiben kann wie das klassische Kerngeschäft. Bis dieser Beweis erbracht ist, bleibt die Aktie ein Spielball zwischen Schnäppchenjägern und besorgten Verkäufern.

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