Unitedhealth Aktie: Alarmbereitschaft angesagt!
UnitedHealth Group durchlebt einen der schwierigsten Momente seiner Unternehmensgeschichte. Der Gesundheitskonzern meldete Ende Januar nicht nur die erste Umsatzprognose seit 1989, die einen Rückgang signalisiert – sondern wurde auch von einer enttäuschenden Ankündigung der US-Regierung zu den Medicare-Sätzen für 2027 kalt erwischt. Die Folge: ein Kurssturz von rund 19 Prozent an einem einzigen Handelstag und ein Verlust von etwa 60 Milliarden Dollar an Börsenwert.
Umsatzrückgang erstmals seit 1989
Am 27. Januar präsentierte UnitedHealth seine Zahlen für das Gesamtjahr 2025. Der konsolidierte Umsatz stieg auf 447,6 Milliarden Dollar – ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch der Ausblick auf 2026 trübte die Stimmung schlagartig ein: Das Management rechnet mit Erlösen von mehr als 439 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Minus von etwa zwei Prozent – eine Premiere für den Konzern, der seit fast vier Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen war.
Verantwortlich für die Eintrübung sind mehrere Faktoren. Die bereinigte Medical Care Ratio, also das Verhältnis von medizinischen Kosten zu Prämieneinnahmen, kletterte 2025 auf 88,9 Prozent, verglichen mit 85,5 Prozent im Jahr zuvor. Höhere Behandlungskosten und gekürzte Erstattungen durch das staatliche Medicare-Programm belasten das Geschäft.
Hinzu kommt eine Belastung von 1,6 Milliarden Dollar nach Steuern im vierten Quartal, die durch Restrukturierungsmaßnahmen und die Folgen des Cyberangriffs auf die Tochter Change Healthcare entstanden. Der bereinigte Gewinn je Aktie belief sich für das Gesamtjahr 2025 auf 16,35 Dollar. Für 2026 stellt UnitedHealth mehr als 17,75 Dollar in Aussicht.
Medicare-Schock verschärft die Lage
Der zweite Schlag folgte durch die Ankündigung der Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS). Die Behörde schlug für 2027 lediglich eine Erhöhung der Medicare-Advantage-Sätze um 0,09 Prozent vor. Analysten hatten mit einem Anstieg von fünf bis sechs Prozent gerechnet. Die flache Anpassung bedeutet, dass UnitedHealth – wie andere Versicherer auch – deutlich weniger Geld für die Betreuung älterer Versicherter erhält als erhofft.
Die Konsequenz: UnitedHealth erwartet für 2026 einen Rückgang der Medicare-Advantage-Mitglieder um 1,3 bis 1,4 Millionen. Ende 2025 betreute der Konzern insgesamt 49,8 Millionen Versicherte, ein Zuwachs von 415.000 gegenüber dem Vorjahr. Doch dieser Wachstumskurs dreht sich nun um. Das Management kündigte an, Leistungen zu reduzieren und sich aus bestimmten geografischen Märkten zurückzuziehen.
Fokus auf Stabilisierung
CEO Stephen Hemsley, der aus dem Ruhestand zurückkehrte, betonte in der Investorenpräsentation, dass das Unternehmen die Herausforderungen direkt angehe und das Jahr 2025 als deutlich stärkeres Unternehmen beendet habe. In der zweiten Jahreshälfte 2025 leitete UnitedHealth mehrere strategische Schritte ein: Konzentration auf Kernmärkte, striktere Preisdisziplin und eine Neuausrichtung der Tochter Optum mit neuer Führung.
Die Dividende bleibt unangetastet. Finanzvorstand Wayne DeVeydt erklärte, die Ausschüttung sei durch Gewinne und Cashflow gut abgesichert. Der operative Cashflow soll 2026 bei etwa 18 Milliarden Dollar liegen. Allerdings werden Aktienrückkäufe frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder aufgenommen. Das Unternehmen strebt zudem an, die Verschuldungsquote bis Ende 2026 auf rund 40 Prozent zu senken.
Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich im April veröffentlicht. Ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich dann zeigen.
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