Barrick Gold Aktie: Entscheidende Hürde
Der Goldriese Barrick Gold plant eine umfassende Neustrukturierung seines Nordamerika-Geschäfts, die an der Börse massive Werte freisetzen soll. Doch das Vorhaben trifft auf einen mächtigen "Türsteher": Den Konkurrenten und Partner Newmont. Ohne dessen Zustimmung könnte der geplante Börsengang der milliardenschweren Sparte ins Stocken geraten, wie aktuelle Berichte nahelegen.
Newmont sitzt am längeren Hebel
Im Zentrum des Konflikts steht das Joint Venture "Nevada Gold Mines" (NGM), an dem Barrick 61,5 Prozent und Newmont die verbleibenden 38,5 Prozent hält. Exklusive Informationen von Reuters deuten darauf hin, dass Barrick seine Pläne für eine Abspaltung oder einen Börsengang (IPO) der nordamerikanischen Assets nicht im Alleingang durchsetzen kann.
Der Grund liegt im Kleingedruckten: Die Verträge des Gemeinschaftsunternehmens enthalten ein Vorkaufsrecht. Bevor Barrick Anteile an Dritte veräußern oder in eine neue Gesellschaft einbringen kann, müssen diese zunächst Newmont angeboten werden. Faktisch bedeutet dies, dass Newmont jede strukturelle Veränderung blockieren oder zumindest Bedingungen diktieren kann. Das Machtgefüge hat sich damit gedreht – vor Jahren versuchte Barrick noch, Newmont komplett zu übernehmen, nun ist man auf deren Kooperation angewiesen.
Bewertung von 42 Milliarden Dollar
Für Anleger geht es um viel Geld. Das geplante neue Unternehmen soll neben den Nevada-Minen auch die Mine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik sowie das noch unentwickelte Fourmile-Projekt umfassen. Analysten beziffern den Wert dieses Pakets auf rund 42 Milliarden Dollar. Die Hoffnung am Markt ist, dass diese Assets in einer eigenständigen Struktur mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt werden könnten.
Gleichzeitig befindet sich Barrick in einer Übergangsphase. Nach dem Abgang von CEO Mark Bristow führt Chairman John Thornton das Unternehmen interimsmäßig, während erst vor wenigen Tagen Helen Cai als neue Finanzchefin installiert wurde.
Rekordlauf an der Börse
Die strategischen Diskussionen finden vor dem Hintergrund einer historischen Rallye statt. Getrieben von einem explodierenden Goldpreis kennt auch die Aktie kaum Halten. Das Papier markierte heute mit 45,21 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch und konnte allein in den letzten 12 Monaten um fast 195 Prozent zulegen.
Spannung vor den Zahlen
Der 5. Februar 2026 markiert das nächste entscheidende Datum für Investoren. Im Rahmen der Vorlage der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 wird erwartet, dass die Konzernführung konkrete Details zur geplanten Restrukturierung und einen Lösungsansatz für die Verhandlungen mit Newmont präsentiert.
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