Adobe Aktie: Absturz auf Ramschniveau!
Die Adobe-Aktie steckt in einer Vertrauenskrise. Bei 297,39 US-Dollar notiert das Papier nahe dem 52-Wochen-Tief von 288,33 US-Dollar – ein Minus von 32 Prozent binnen Jahresfrist. Nur noch wenige Prozentpunkte trennen die Aktie vom Bärenmarkt-Niveau bei 274 US-Dollar. Doch was steckt hinter diesem dramatischen Abverkauf?
KI als Fluch statt Segen?
Der Markt fürchtet die Disruption durch Künstliche Intelligenz. KI-Tools könnten klassisches Mediendesign und damit Adobes Kerngeschäft obsolet machen. Bereits jetzt wächst der Anteil KI-generierter Inhalte im Netz rasant. Hinzu kommt verschärfter Wettbewerb durch Figma und Canva, die Adobe Marktanteile streitig machen.
Der Abwärtstrend währt bereits zwei Jahre und hat sich zuletzt nochmals beschleunigt. Das überverkaufte Niveau im RSI-Indikator deutet jedoch auf eine mögliche Atempause hin. Tatsächlich konnte sich die Aktie knapp unter 300 US-Dollar stabilisieren – ein Zeichen, dass Käufer diese Marke verteidigen wollen.
Vergütungspläne für 2026 fixiert
Am Montag gab Adobe neue Details zur Managementvergütung bekannt. Im Rahmen des 2026 Performance Share Program erhält CEO Shantanu Narayen bis zu 213.344 Aktien, CFO Daniel Durn bis zu 55.262 Aktien. Die Auszahlung hängt von zwei Zielen ab: der relativen Aktienperformance gegenüber dem NASDAQ-100 Index über drei Jahre (2026-2028) sowie jährlichen Umsatzwachstumszielen.
Beim 2026 Executive Annual Incentive Plan winken Boni von bis zu 310 Prozent des Grundgehalts für Narayen, sofern Adobe mindestens 95 Prozent der Umsatz- und Gewinnziele erreicht. Zusätzlich beschloss der Konzern eine neue Abfindungsregelung: Diese begrenzt Zahlungen auf maximal das 2,99-Fache von Jahresgehalt plus Zielbonus – außer die Aktionäre stimmen höheren Beträgen zu.
Deep Value bei Software-Riesen?
Die Bewertung ist abgestürzt. Mit einem erwarteten KGV von knapp 13 für 2026 und 11,6 für 2027 bewegt sich Adobe im "Deep Value"-Terrain. Selbst viele kriselnde Konsumgüter-Aktien sind teurer. Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis liegt bei 0,99 – unter dem als günstig geltenden Wert von 1,0. Beim Kurs-Cashflow-Verhältnis steht ein Wert von 11,6 zu Buche, 42 Prozent unter dem Branchenschnitt.
Die Kennzahlen suggerieren: Der Markt handelt Adobe, als stünde eine Insolvenz bevor. Dabei soll der Konzern 2026 rund 10,7 Milliarden US-Dollar an freien Mitteln generieren – genug Spielraum für Aktienrückkäufe. Analysten sehen den fairen Wert im Schnitt bei 420,29 US-Dollar, ein Plus von 38 Prozent. Von 39 Einschätzungen lauten 21 auf Kaufen oder Übergewichten.
Boomendes Creative Intelligence stützt langfristig
Ein Hoffnungsschimmer: Der Markt für "Creative Intelligence" explodiert. Laut Winterberry Group soll dieser Sektor von 2025 bis 2028 um jährlich 22,6 Prozent wachsen und bis 2028 ein Volumen von 11,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Creative Intelligence ermöglicht datengetriebene, personalisierte Inhalte mit messbarer Wirkung – genau Adobes Spielfeld.
"Kreativität ist am stärksten, wenn sie durch Intelligenz gestützt wird", betont Sam Garfield von Adobe. Die Studie zeigt: In nur drei Jahren könnte Creative Intelligence breite Marktdurchdringung erreichen – schneller als damals Programmatic Advertising. Über 60 Prozent aller kreativen Ausgaben könnten bis 2036 von CI-Technologien profitieren.
Technische Gegenbewegung angelaufen
Chartechnisch deutet sich eine Stabilisierung an. Bullishe Divergenzen im MACD-Indikator signalisieren nachlassenden Verkaufsdruck. Ein Sprung über die Signallinie würde das Bild weiter aufhellen. Die nächste Widerstandszone erstreckt sich von 330 bis 355 US-Dollar – ein Erholungspotenzial von bis zu 15 Prozent.
Kritisch bleibt die Unterstützung bei 274 US-Dollar. Ein Rutsch darunter würde ein neues Verkaufssignal auslösen und die angelaufene Gegenbewegung zunichtemachen. Doch das überverkaufte Niveau und die extreme Bewertung sprechen für eine antizyklische Chance – zumindest für Investoren mit Geduld und starken Nerven.
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