Am 19. März 2026 legt Vonovia den Jahresbericht 2025 vor – und damit auch die erste große Bewährungsprobe für CEO Luka Mucic, der seit Januar an der Spitze des Konzerns steht. Der Kapitalmarkt wird die Zahlen genau unter die Lupe nehmen: Hält das aktive Schuldenmanagement der vergangenen Monate, was es verspricht?

Operative Basis: Solide Neunmonatszahlen

In den ersten drei Quartalen 2025 zeigte Vonovia eine stabile operative Entwicklung. Das bereinigte EBITDA im Kernmietgeschäft stieg um 2,5 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro – trotz eines um rund 9.000 Einheiten geschrumpften Portfolios und gestiegener Instandhaltungskosten. Insgesamt legte das bereinigte EBITDA sogar um 6,4 Prozent auf 2,11 Milliarden Euro zu. Positive Portfolioneubewertungen trugen zusätzlich zu einem Nettogewinn von 3,41 Milliarden Euro im selben Zeitraum bei.

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Für das Gesamtjahr 2025 peilt Vonovia ein bereinigtes EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro an – eine Prognose, die der Konzern zuletzt bestätigt hat. Für 2026 stellt das Unternehmen ein Adjusted EBITDA von 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro in Aussicht. Der Bericht am 19. März muss zeigen, ob diese Zielkorridore mit belastbaren Zahlen untermauert werden können.

Schuldenmanagement im Fokus

Ein zentrales Thema bleibt die Kapitalstruktur. Im November 2025 platzierte Vonovia drei Eurobond-Serien über insgesamt 2,25 Milliarden Euro zu durchschnittlich 3,96 Prozent – die Emission war 3,4-fach überzeichnet, ein klares Signal des Investorenvertrauens. Ende Februar folgte eine Yen-denominierte Anleihe über 9,95 Milliarden Yen mit einem Kupon von 2,94 Prozent und Laufzeit bis 2036. Mit den Erlösen sollen kurzfristigere Euro-Anleihen mit Fälligkeit bis 2027 abgelöst werden, was den Refinanzierungsdruck spürbar mindert.

Die Kennzahlen entwickeln sich in die richtige Richtung: Das Verhältnis von Nettoschulden zum operativen Gewinn sank von 15,1 auf 14,0, der operative Cashflow stieg um 27 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. Die absolute Schuldenlast bleibt im aktuellen Zinsumfeld dennoch ein entscheidender Bewertungsfaktor.

Auf der Dividendenseite erhöhte Vonovia die Ausschüttung für 2024 auf 1,22 Euro je Aktie. Ein relevanter Teil der Aktionäre wählte dabei die Aktiendividende – was den anhaltenden Fokus auf Liquiditätserhalt unterstreicht.

Charttechnik unter Druck

Das technische Bild ist angespannt. Die Aktie notiert rund fünf Prozent unterhalb ihrer 200-Tage-Linie und hat auf Zwölfmonatssicht knapp 2,5 Prozent verloren. Der RSI von 37,3 signalisiert eine überverkaufte Zone, ohne dass bislang eine klare Gegenbewegung eingesetzt hat.

Strukturell bleibt das Umfeld zweischneidig: Marktbeobachter sehen erste Anzeichen einer Preisstabilisierung im deutschen Wohnungsmarkt, getragen durch anhaltenden Neubaumangel in den Ballungsräumen. Gleichzeitig belasten Baukosten, Energiepreise und ESG-Auflagen die Marge – Kosten, die sich nur begrenzt auf Mieter umlegen lassen.

Der Jahresbericht am 19. März wird zeigen, ob Vonovia unter Mucic eine nachhaltige operative Erholung einleitet. Konkret im Blick: die Portfoliobewertung mit Blick auf mögliche Abschreibungen sowie der Loan-to-Value als Stabilitätskennzahl. Weitere Wegmarken folgen am 7. Mai mit den Q1-Zahlen 2026 und am 21. Mai mit der Hauptversammlung.

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