Plug Power sendet nach langer Durststrecke wieder Lebenszeichen. Bessere Quartalszahlen, ein neuer CEO und ein klarer Fahrplan bis zur Profitabilität haben diese Woche frischen Optimismus entfacht. Doch wie belastbar ist die neue Zuversicht – und was bleibt der wunde Punkt?

Überraschend solide Zahlen – und ein wichtiger Meilenstein

Im vierten Quartal 2025 fiel der bereinigte Verlust mit 0,06 US-Dollar je Aktie geringer aus als von Analysten erwartet (0,10 US-Dollar). Auch beim Umsatz lag Plug Power mit 225,2 Mio. US-Dollar über den Prognosen von 217 Mio. US-Dollar.

Noch wichtiger für die Story dahinter: Das Unternehmen meldete im vierten Quartal eine positive Bruttomarge. Genau daran hakte es in der Vergangenheit immer wieder – und ohne diesen Schritt ist eine nachhaltige Trendwende Richtung Profitabilität schwer vorstellbar. Auf Jahressicht kam Plug Power auf rund 710 Mio. US-Dollar Umsatz, ein Plus von 12,9% gegenüber dem Vorjahr.

Neuer Chef, neues Zielbild – und mehr Luft bis Ende 2026

Parallel zu den Zahlen hat Plug Power auch die Führung neu aufgestellt: Jose Luis Crespo hat am 2. März 2026 offiziell den CEO-Posten übernommen. Sein Auftrag ist klar umrissen: Margen verbessern, bis Ende 2027 ein positives operatives Ergebnis erreichen und bis Ende 2028 profitabel werden.

Rückenwind kommt zudem von der Finanzierungsseite. Durch eine Umschuldung beziehungsweise das Ersetzen alter Verpflichtungen durch neue Finanzierung verfügt Plug Power laut Angaben aktuell über 368,5 Mio. US-Dollar an frei verfügbarem Cash. Das soll die Liquidität bis Ende 2026 sichern – und damit kurzfristig den Druck verringern, über Aktienverkäufe frisches Kapital aufnehmen zu müssen.

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Rally mit Turbo: Short-Eindeckungen treffen auf Kauflaune

Die starken Impulse setzten eine dynamische Kursbewegung in Gang. Hohe Handelsvolumina verstärkten die Ausschläge zusätzlich: Am Mittwoch wechselten 127,7 Mio. Aktien den Besitzer, deutlich mehr als der Drei-Monats-Schnitt von 99,9 Mio.

Ein weiterer Treiber war laut Marktbeobachtern die hohe Short-Quote: Über 25% des frei handelbaren Bestands waren leerverkauft. Wenn dann positive Nachrichten kommen, müssen Short-Seller ihre Positionen häufig zügig eindecken – und das kann eine Rally zusätzlich beschleunigen. Gleichzeitig bleibt der Markt nicht naiv: Plug Power trägt weiterhin rund 1,3 Mrd. US-Dollar langfristige Schulden aus dem Aufbau seines Flüssigwasserstoff-Netzwerks mit sich herum.

Am Freitag schloss die Aktie bei 1,83 Euro und gab am Tag 7,04% nach – nach einem insgesamt starken Wochenverlauf.

Zum nächsten Gradmesser wird, ob Plug Power die nun erreichte positive Bruttomarge in den kommenden Quartalen bestätigen kann und ob der neue CEO die angekündigten Schritte Richtung besserer Profitabilität tatsächlich in messbare Fortschritte übersetzt.

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