Adidas Aktie: Massive Unterbewertung?
Die Adidas-Aktie notiert derzeit in gefährlicher Nähe ihres 52-Wochen-Tiefs. Während Anleger aus Sorge vor neuen US-Zöllen und Konsumflaute den Rückzug antreten, wittern führende Analystenhäuser genau jetzt eine außergewöhnliche Chance. Die Diskrepanz zwischen dem eingebrochenen Börsenkurs und den fundamentalen Kurszielen der Experten hat ein Niveau erreicht, das Fragen aufwirft: Übertreibt der Markt seine Skepsis?
- Aktueller Kurs: 152,45 Euro
- Kursziel RBC: 190 Euro (+25 %)
- Kursziel Bernstein: 270 Euro (+77 %)
- Performance YTD: -8,93 %
- Nächster Termin: Zahlen zum 4. Quartal am 11. März 2026
Analysten sehen Kaufchance
Trotz des charttechnischen Abwärtstrends, der den Titel mit einem Minus von knapp 41 Prozent auf Zwölfmonatssicht schwer belastet hat, stellen sich zwei renommierte Institute gegen die Marktstimmung. RBC Capital Markets hält an der Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 190 Euro fest.
Der zuständige Analyst Piral Dadhania begründet dies mit einem interessanten Sektorvergleich: Während europäische Luxusgüter-Aktien zuletzt zulegten, korrigierten die Papiere der Sportartikelhersteller deutlich. Diese Bewertungsschere macht Adidas im direkten Vergleich attraktiv, da das Aufholpotenzial im Sportsegment nun wesentlich größer erscheint als bei den bereits gut gelaufenen Luxustiteln.
Argumente gegen den Trend
Noch offensiver positioniert sich Bernstein Research. Das Analysehaus bestätigt sein „Outperform“-Rating und ruft ein Kursziel von 270 Euro aus. Dies würde vom gestrigen Schlusskurs bei 152,45 Euro fast eine Verdopplung bedeuten.
Das Team um Nadine Sarwat argumentiert mit der relativen Stärke der Marke im US-Markt. Zwar belasten sinkende Geburtenraten und geringere Immigration in den USA den allgemeinen Modekonsum, doch Sportbekleidung erweist sich als deutlich resistenter gegen diesen demografischen Wandel. Adidas nimmt hier laut Bernstein eine defensive Position ein, die der Markt aktuell nicht honoriert.
Bodenbildung oder weiterer Abstieg?
Die Realität am Chart sieht vorerst anders aus. Mit einem Abstand von nur 1,84 Prozent zum 52-Wochen-Tief (149,70 Euro) steht die Aktie auf wackeligen Beinen. Der Markt preist negative Szenarien wie politische Unsicherheiten bereits voll ein.
Ob die optimistischen Kursziele der Analysten gerechtfertigt sind, wird sich am 11. März 2026 entscheiden. Dann muss Adidas bei der Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2025 beweisen, dass die operative Ertragskraft ausreicht, um die fundamentale Unterbewertung aufzulösen. Bis dahin bleibt der Titel ein Spielball zwischen makroökonomischen Ängsten und der Hoffnung auf eine technische Gegenbewegung.
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