SGL Carbon Aktie: Umbau abgeschlossen
SGL Carbon beendet die operative Neuausrichtung und verabschiedet sich von verlustreichen Altlasten. Trotz eines deutlichen Umsatzrückgangs im vergangenen Jahr stabilisierte das Management die Margen und richtet den Blick auf neue Wachstumsmärkte in der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie.
Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 verdeutlicht die Dimension der Transformation. Der Konzernumsatz sank um 17,2 Prozent auf 850,2 Millionen Euro. Dieser Rückgang war größtenteils beabsichtigt, da sich das Unternehmen konsequent aus defizitären Aktivitäten im Bereich Carbon Fibers zurückzog. Gleichzeitig belastete eine schwache Nachfrage aus dem Halbleitersektor das Ergebnis. Dennoch gelang es SGL Carbon, das bereinigte EBITDA mit 135,0 Millionen Euro innerhalb der prognostizierten Spanne zu halten.
Fokus auf profitable Nischen
Besonders das Segment Graphite Solutions spürte die Zurückhaltung der Chipindustrie. Hohe Lagerbestände bei Kunden aus dem Bereich der Siliziumkarbid-Halbleiter bremsten das Neugeschäft, wodurch der Spartenumsatz um fast 100 Millionen Euro nachgab. Parallel dazu schrumpfte der Bereich Carbon Fibers durch Standortschließungen auf 148,9 Millionen Euro. Diese Bereinigung des Portfolios soll die strukturelle Basis festigen, um künftig weniger anfällig für zyklische Schwankungen zu sein.
Zentraler Bestandteil der künftigen Ausrichtung ist die Strategie „SGL Growth 2030“. Das Ziel ist ambitioniert: Bis zum Ende des Jahrzehnts will das Management das Unternehmen wieder zu einem Milliarden-Konzern mit Fokus auf Hochwachstumsfelder entwickeln.
Vorsichtiger Ausblick belastet Kurs
Für das laufende Jahr 2026 bleibt die Führung jedoch vorsichtig. Die Prognose spiegelt den vollständigen Ausstieg aus der eigenen Kohlenstofffaserproduktion wider:
- Konzernumsatz: 720 bis 770 Mio. €
- Bereinigtes EBITDA: 110 bis 130 Mio. €
An der Börse wird die Phase des Übergangs skeptisch begleitet. Die Aktie verlor auf Sicht von 30 Tagen rund 25,8 Prozent an Wert und notierte am Freitag bei 3,23 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 29,2 gilt der Titel technisch als überverkauft. Anleger warten nun auf die ersten Quartalszahlen des neuen Jahres, um beurteilen zu können, ob die Talsohle beim Umsatz nach dem Sparten-Ausstieg tatsächlich erreicht ist.
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