Adidas meldet Rekordumsätze, doch der Aktienkurs kennt scheinbar nur den Weg nach unten. Während das operative Geschäft unter CEO Bjørn Gulden floriert und die Jahresprognosen steigen, flüchten Anleger panisch aus dem Titel. Ist diese Angst vor politischen Risiken noch gesund oder bietet sich hier gerade eine historische Fehlbewertung für mutige Investoren?

Zoll-Angst überschattet Rekordzahlen

Die Diskrepanz könnte kaum extremer sein: Operativ glänzt der Sportartikelriese mit einem Rekordumsatz von 6,63 Milliarden Euro im dritten Quartal. Die Sanierung ist geglückt, die Marke wächst wieder. Doch an der Börse spielt die fundamentale Stärke derzeit keine Rolle. Der Markt fixiert sich beinahe obsessiv auf ein einziges Risiko: mögliche neue US-Importzölle.

Diese makroökonomische Sorge hat eine massive Verkaufswelle ausgelöst. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus mittlerweile auf satte 31,91 Prozent. Die Furcht vor Belastungen im wichtigen Nordamerika-Geschäft wiegt für viele Marktteilnehmer derzeit schwerer als die tatsächlichen Gewinne in der Bilanz.

Analysten sehen "Realitätsverweigerung"

Führende Finanzhäuser halten den aktuellen Ausverkauf für völlig überzogen. Die Lücke zwischen dem Börsenkurs und dem fairen Wert, den Experten dem Unternehmen beimessen, ist inzwischen gigantisch geworden. Während Privatanleger nervös verkaufen, bestätigen die Profis ihre optimistischen Einschätzungen:

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  • Deutsche Bank: Ruft ein Kursziel von 280 Euro auf – das impliziert fast eine Verdopplung vom aktuellen Niveau.
  • UBS: Bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 274 Euro und sieht massives Aufholpotenzial.
  • RBC Capital: Hält an der Einstufung "Outperform" mit einem Ziel von 210 Euro fest.

Der Tenor ist eindeutig: Ein geschätztes KGV von ca. 15 für das kommende Jahr ist für einen wachsenden Weltmarktführer historisch günstig.

Bodenbildung oder Ruhe vor dem Sturm?

Immerhin senden die Charts erste Lebenszeichen. Nachdem die Aktie am 20. November bei 149,70 Euro auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen war, griffen erste Schnäppchenjäger zu. Die psychologisch wichtige Zone um 150 Euro hielt dem Druck stand.

Zum Wochenschluss konnte sich das Papier auf 160,70 Euro erholen. Dass dieser kritische Unterstützungsbereich verteidigt wurde, werten Charttechniker als erstes Signal einer möglichen Bodenbildung. Gelingt nun der Sprung über die Widerstandszone bei 165 bis 170 Euro, könnte die Angst der Gier weichen und eine Neubewertung einleiten. Das Risiko bleibt jedoch bestehen: Solange die Zoll-Debatte schwelt, bleibt die Aktie ein Spielball der Politik.

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