Adidas Aktie: Analysten bremsen
Zwei Jahre lang schien bei Adidas unter CEO Bjørn Gulden fast alles zu laufen. Doch zum Wochenstart zeigt sich: Die Euphorie hat Risse bekommen. Nach einer Doppel-Abstufung durch RBC und Goldman Sachs rutschte die Aktie am Freitag auf ein 52-Wochen-Tief. Die zentrale Frage: Können Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 die schwächelnde Dynamik in den Kernmärkten wirklich auffangen?
Die wichtigsten Fakten:
- RBC senkt Kursziel von 190 auf 160 Euro, stuft auf "Sector Perform" ab
- Goldman Sachs reduziert Ziel von 210 auf 180 Euro bei "Neutral"
- Schlusskurs Freitag: 143,75 Euro (-5,71 %) – Jahrestief erreicht
- Analystenkonsens für 2026: Nur noch 7 % statt 11 % Umsatzwachstum erwartet
Zweifache Absage aus der Analystenriege
RBC Capital Markets hat dem Sportartikelhersteller die Gefolgschaft aufgekündigt. Die Analysten streichen ihr positives Votum und verweisen auf einen "ausgereiften Markenzyklus". Konkret: Nach den starken Zuwächsen der vergangenen Quartale erwarten sie für 2026 deutlich moderateres Wachstum. Statt der bislang vom Markt erhofften 11 Prozent organisches Umsatzplus kalkuliert RBC nur noch mit 7 Prozent.
Die Begründung liegt auf der Hand: China schwächelt, die USA könnten mit Zöllen belasten, und die Basiseffekte aus dem Turnaround-Jahr 2025 fallen weg. Goldman Sachs zieht nach und passt die Erwartungen ebenfalls nach unten an – bei unveränderter neutraler Haltung.
Starkes 2025 trifft auf skeptisches 2026
Der Kontrast könnte kaum größer sein. Erst im Oktober hatte Adidas die Prognose für 2025 angehoben und ein Betriebsergebnis von rund 2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Die operative Wende unter Gulden schien auf Kurs. Doch die Märkte schauen längst weiter – und sehen Gegenwind.
Während die Aktie mit einem Minus von über 40 Prozent binnen Jahresfrist deutlich unter Druck steht, gibt sich das Management gelassen. Gulden besuchte am Samstag das Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel – eine demonstrative Geste, die manche als Ausdruck von Zuversicht werten. Allerdings: Symbolik allein beruhigt nervöse Anleger selten nachhaltig.
Blick auf den 4. März
Die nächste Wegmarke steht fest. Am 4. März legt Adidas die vollständigen Zahlen für 2025 vor. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem von der Stimmung im Konsumgütersektor und weiteren Analystenmeinungen abhängen. Die Frage bleibt: Rechtfertigen die fundamentalen Fortschritte eine Neubewertung nach oben – oder haben die Skeptiker mit ihrer vorsichtigeren Sicht auf 2026 recht?
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