Adecco Aktie: Analysten drehen den Daumen
Die Adecco Aktie gerät unter massiven Abwärtsdruck. Gleich zwei namhafte Investmenthäuser haben ihre Bewertungen für den Personaldienstleister deutlich verschärft und sehen die Aktie in einer schwierigen Zangenbewegung aus schwachen Fundamentaldaten und einem eingetrübten Marktumfeld. Die jüngsten Analystenkommentare könnten den Abwärtstrend weiter zementieren.
Doppeltes Downgrade belastet den Titel
Die Analysten von Jefferies haben die Adecco Aktie herabgestuft und gleichzeitig ihre Gewinnprognosen für das Jahr 2026 gesenkt. Als Hauptgrund nennt das Bankhaus die anhaltend schwache Einstellungsdynamik in Europa. Die organischen Wachstumstrends bleiben hinter den Erwartungen zurück, während die Margen durch sinkende Auslastungsraten und eine geschwächte Preismacht unter Druck geraten. Jefferies sieht kaum Anzeichen für eine kurzfristige Erholung des operativen Geschäfts.
Parallel zog auch BNP Paribas die Reißleine. Die Bank stufte das Papier von "Outperform" auf "Neutral" herab und kürzte das Kursziel deutlich. Der durchschnittliche Analystenkonsens liegt nun bei einem Kursziel von 28,39 Schweizer Franken, wobei die Einschätzungen extrem weit auseinandergehen – von optimistischen 42,50 CHF bis hin zu bärischen 20,00 CHF.
Dividende und Schulden als strukturelles Problem
Ein weiterer kritischer Punkt, den Marktbeobachter ansprechen, ist die Dividendenpolitik des Konzerns. Die aktuelle Ausschüttungsstrategie lasse nur einen sehr langsamen Abbau der Nettoverschuldung zu. In einem Umfeld mit steigenden Refinanzierungskosten wird diese hohe Dividendenkontinuität zunehmend hinterfragt. Das gebundene Kapital fehlt für strategische Zukäufe oder Investitionen in die digitale Transformation und schränkt den finanziellen Spielraum ein.
Die Fakten im Überblick:
* Die Aktie notiert bei 25,66 Euro und hat sich in den letzten 30 Tagen um über 13% von ihrem Tief erholt.
* Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 28,64 Euro beträgt jedoch noch -10,41%.
* Der Relative Strength Index (RSI) von 61,4 deutet darauf hin, dass der Titel nach dem jüngsten Aufwärtsschub in den neutralen bis leicht überkauften Bereich geraten ist.
Sektor-Trends bieten gemischtes Bild
Ein aktueller Unternehmensreport zu Workforce-Trends zeigt zudem einen deutlichen Wandel am Arbeitsmarkt: Die Phase der "Great Resignation" scheint vorbei, Arbeitnehmer legen wieder mehr Wert auf Sicherheit und verlässliches Einkommen. Für Adecco ist dies ambivalent. Während eine geringere Fluktuation Kundenbeziehungen stabilisiert, könnte das Volumen im lukrativen Bereich der Neuvermittlungen und des Permanent-Hiring sinken.
Die kommenden Jahreszahlen für 2025, die im Februar 2026 erwartet werden, werden nun zum nächsten entscheidenden Prüfstein. Bis dahin dürften die Sorgen um die Margenentwicklung und das organische Wachstum in Europa den Aktienkurs weiter belasten. Der Bruch wichtiger charttechnischer Unterstützungen im Zuge der Analystenkommentare hat die technische Lage zusätzlich verschlechtert.
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