Diageo Aktie: Dividendenkürzung!
Die Diageo-Aktie ist heute um rund 10 Prozent auf 1.688 britische Pence eingebrochen – größter Verlierer im FTSE 100. Der britische Spirituosenkonzern hat seine Jahresprognose zum wiederholten Mal gesenkt und gleichzeitig die Dividende drastisch gekürzt. Unter dem neuen CEO Dave Lewis, der erst seit Januar die Geschicke führt, erwartet das Management für das bis Ende Juni laufende Geschäftsjahr einen organischen Umsatzrückgang von zwei bis drei Prozent. Zuvor war noch von stagnierenden Erlösen die Rede gewesen.
Der Aktienkurs hat sich damit seit seinem Höchststand vor drei Jahren mehr als halbiert. Gegenüber Jahresbeginn steht zwar noch ein Plus von etwa fünf Prozent zu Buche, doch die heutige Entwicklung zeigt deutlich: Die Anleger sind verunsichert.
Schwäche in China und USA belastet
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahrs (Juli bis Dezember 2025) sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis um fast drei Prozent auf knapp 10,5 Milliarden Dollar. Das Problem: Während Europa, Lateinamerika und Afrika stabile Zahlen lieferten, brach die Nachfrage in Nordamerika und China deutlich ein. Diageo leidet noch immer unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie – damals stiegen die Absätze teurer Spirituosen stark, doch seit dem Ende der Lockdowns sparen viele Verbraucher bei solchen Ausgaben angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten.
Der operative Gewinn vor Sondereffekten ging im Halbjahr ebenfalls um fast drei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Dollar zurück. Zusätzlich belasteten Zölle das Ergebnis. Für das Gesamtjahr erwartet Lewis zumindest beim operativen Gewinn ein Niveau auf Vorjahresniveau.
Verwaltungsrat streicht Ausschüttung zusammen
Die wirklich schmerzhafte Nachricht für Dividendenjäger: Diageo kappt die Ausschüttung massiv. Künftig sollen nur noch 30 bis 50 Prozent des Gewinns an die Aktionäre fließen – mit einem Mindestsatz von 50 Cent je Aktie pro Jahr. Für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr gibt es gerade einmal 20 Cent, verglichen mit 40,5 Cent in der Vorjahresperiode. Begründung: Die Bilanz soll in der schwierigen Marktlage gestärkt werden.
Der frühere Tesco-Chef Lewis steht damit vor der Herausforderung, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Die Marken Johnnie Walker und Guinness bleiben zwar stark, doch die Konsumlaune der Verbraucher – besonders in den wichtigen Märkten USA und China – trübt den Ausblick erheblich.
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