ABO WIND Aktie: Verlust explodiert!
Der Wiesbadener Windkraft-Projektierer schockte Anleger mit einer verheerenden Ad-hoc-Meldung zur Geschäftsentwicklung. Statt einer erhofften Stabilisierung reißt das Jahr 2025 ein fast doppelt so großes Loch in die Bilanz wie bisher befürchtet. Angesichts eines Kursverfalls von über 80 Prozent binnen Jahresfrist steht das Management nun massiv unter Erklärungsdruck.
Fehlbetrag verdoppelt sich fast
Die Dimension der Gewinnwarnung ist alarmierend. Ursprünglich hatte ABO Energy einen Konzernverlust von rund 95 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Diese Prognose ist Makulatur: Der Vorstand rechnet nun mit einem Fehlbetrag von etwa 170 Millionen Euro. Eine Verschlechterung um satte 75 Millionen Euro, die das Vertrauen der Investoren auf eine harte Probe stellt. Auch die Gesamtleistung bleibt mit erwarteten 230 Millionen Euro hinter der ursprünglichen Prognose von 250 Millionen Euro zurück.
Verzögerungen und Abschreibungen belasten
Verantwortlich für das finanzielle Desaster sind im Wesentlichen zwei Faktoren. Zum einen schlagen Projektverschiebungen mit rund 40 Millionen Euro ins Kontor. Konkret konnten geplante Rechteverkäufe für Wind- und Batterieprojekte in Deutschland nicht wie geplant realisiert werden, was die Abrechnung von Entwicklungs- und Bauleistungen verzögert.
Zum anderen belasten Wertberichtigungen das Ergebnis mit weiteren 35 Millionen Euro. Diese resultieren aus Neubewertungen aufgrund veränderter Marktbedingungen sowohl im Inland als auch international.
Bewertung auf Krisenniveau
Der Kapitalmarkt hat das Vertrauen weitgehend entzogen. Vom 52-Wochen-Hoch bei 46,70 Euro ist die Aktie auf ein Niveau unter 7 Euro abgestürzt. Mit einer Marktkapitalisierung von nur noch rund 63 Millionen Euro wird das Unternehmen an der Börse inzwischen weit unter seinem Buchwert von 24,69 Euro je Aktie gehandelt. Das extrem niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,4 spiegelt die Zweifel des Marktes an der Werthaltigkeit der Bilanz und der operativen Wende wider.
Aktivistischer Druck nimmt zu
Während der Vorstand auf das im September 2025 gestartete Transformationsprogramm und den Wandel zum unabhängigen Stromerzeuger (IPP) verweist, formiert sich Widerstand auf der Aktionärsseite. Der aktivistische Investor Enkraft fordert bereits seit November einen fairen M&A-Prozess. Die jüngsten Verkäufe von Portfolios in Finnland und Griechenland deuten darauf hin, dass das Tafelsilber bereits veräußert wird, um Liquidität zu sichern. Ob die Restrukturierung oder ein potenzieller Übernahmeprozess den freien Fall der Aktie stoppen kann, hängt nun maßgeblich von der schnellen Umsetzung der Sparmaßnahmen ab.
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