Der Erneuerbare-Energien-Projektierer ABO Energy (vormals ABO Wind) steht vor einem kritischen Moment. Am Montag, den 9. März, stimmen die Gläubiger einer Unternehmensanleihe über eine Änderung der Anleihebedingungen ab – ein Votum, das über den finanziellen Handlungsspielraum und die Sanierungschancen des Unternehmens entscheidet.

Zweiter Versuch nach gescheiterter Abstimmung

Bereits im Februar hatte ABO Energy eine Gläubigerversammlung anberaumt, die jedoch an mangelnder Beteiligung scheiterte. Das erforderliche Quorum von 50 Prozent des ausstehenden Anleihekapitals wurde nicht erreicht. Für die nun anstehende Abstimmung senkte das Unternehmen die Anwesenheitsschwelle auf 25 Prozent, um die Beschlussfähigkeit zu sichern.

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Im Zentrum steht die Lockerung einer sogenannten Negativverpflichtung. Diese Klausel in den Anleihebedingungen beschränkt aktuell die Möglichkeiten des Unternehmens, besicherte Kredite aufzunehmen. Eine Zustimmung der Gläubiger würde den Zugang zu dringend benötigten Finanzmitteln öffnen, die für die Umsetzung des Sanierungskonzepts erforderlich sind.

170 Millionen Euro Verlust

Die Restrukturierungsnotwendigkeit resultiert aus der schwersten Krise in der fast 30-jährigen Firmengeschichte. Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet die Geschäftsführung einen Jahresfehlbetrag von rund 170 Millionen Euro – der erste Verlust überhaupt.

Hauptursache sind stark überzeichnete Windkraft-Auktionen in Deutschland, die zu einem drastischen Preisverfall bei den Einspeisevergütungen führten. Zusätzlich belasteten Projektverschiebungen und negative Marktentwicklungen in Spanien, Finnland und Griechenland die Bilanz. Diese Probleme machten Wertberichtigungen in Millionenhöhe erforderlich. Ende Januar hatte das Unternehmen bereits eine Stillhaltevereinbarung mit wesentlichen Finanzierungsgläubigern getroffen.

Rückkehr in Gewinnzone geplant

Trotz der angespannten Lage verzeichnet ABO Energy operative Fortschritte. Zuletzt sicherte sich das Unternehmen Zuschläge für drei neue Solarparks in Deutschland mit einer Gesamtleistung von rund 50 Megawatt. Ein umfassendes Effizienz- und Transformationsprogramm soll bereits im laufenden Geschäftsjahr 2026 wieder ein positives Jahresergebnis ermöglichen.

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