Evotec legt beim strategischen Umbau nach und liefert in einer neuen Unternehmenspräsentation frische Details zu Kosten, Struktur und Liquidität. Im Zentrum steht das Programm „Priority Reset“, das die Kostenbasis spürbar senken soll. Gleichzeitig wird der Verkauf des Standorts Toulouse an Sandoz finanziell greifbarer – und rückt den nächsten wichtigen Termin näher: die Prognose im April.

Priority Reset: Vier Hebel, ein Ziel

Das Management beschreibt vier Treiber für die mittelfristige Wertschöpfung: stärkeres Wachstum bei besserer Ertragsqualität, operative Effizienz durch Kostensenkungen, eine intensivere Monetarisierung der Just‑Evotec‑Biologics-Technologie sowie zusätzliche Einnahmen aus Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren der eigenen Pipeline.

Diese Pipeline umfasst laut Präsentation mehr als 100 Assets, rund 60% davon in Partnerschaften. Bis 2028 rechnet Evotec aus diesem Bereich mit kumulierten Rückflüssen von bis zu 500 Mio. Euro. Das soll die Erlösbasis verbreitern – weg von rein forschungsgetriebenen Ausgaben hin zu planbareren Zahlungsströmen.

Kostensenkungen und Personalabbau

Bei den Einsparungen meldet Evotec spürbaren Fortschritt. Für 2025 erwartet der Konzern strukturelle Kostensenkungen von mehr als 60 Mio. Euro – und damit laut Präsentation mehr als ursprünglich geplant.

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Ein zentraler Baustein ist der Personalabbau: Im Segment „Discovery & Preclinical Development“ wurde die Belegschaft zwischen März 2024 und Juni 2025 um rund 600 Vollzeitstellen reduziert. Dahinter steht der strategische Wechsel zu einem kapitalärmeren Modell, bei dem weniger Kapital in eigene Forschungsinfrastruktur gebunden und stärker auf höhermargige Erlösquellen gesetzt werden soll.

Sandoz-Deal: Liquidität mit Zeitachse

Zusätzliche Mittel kommen aus der Veräußerung des Just‑Evotec‑Biologics-Standorts in Toulouse an Sandoz. Bestätigt wird eine Vorabzahlung von rund 350 Mio. US‑Dollar in bar. Dazu erwartet Evotec in den Jahren 2026 bis 2028 weitere Übergangserlöse von mehr als 300 Mio. US‑Dollar, ergänzt durch anstehende Lizenzgebühren aus einem Biosimilar-Portfolio.

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit trotz der neuen Details weiter im Trend: Auf 30 Tage steht die Aktie bei -14,07% (Schlusskurs Freitag: 5,46 Euro) und notiert damit klar unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 6,07 Euro.

Der nächste konkrete Prüfstein folgt am 8. April 2026 mit dem vollständigen Jahresbericht – an diesem Termin wird auch die Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr erwartet. Damit dürfte sich zeigen, wie stark Kostensenkungen und Toulouse-Erlöse tatsächlich in die Planung einfließen.

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