ABO WIND AG Aktie: Gebremste Euphorie?
In den nächsten Stunden fällt bei ABO Energy eine Entscheidung, die für die laufende Sanierung zentral ist. Seit gestern bis morgen stimmen die Gläubiger der Anleihe 2024/2029 über Änderungen der Bedingungen ab. Worum geht es konkret – und warum ist diese Abstimmung so wichtig für die Finanzierung laufender Projekte?
Die Fakten im Überblick:
- Abstimmung zur Anleihe 2024/2029 (Volumen: 80 Mio. Euro) läuft bis morgen
- Kernpunkt: Verzicht auf die Negativverpflichtungsklausel, um Sicherheiten für Zwischenfinanzierungen stellen zu können
- Aktie nach starkem Abwärtstrend nahe Allzeittief: am 15. Januar bei 5,26 Euro
- Ergebnis der Abstimmung wird kurz nach Fristende erwartet
Was Anleihegläubiger jetzt entscheiden
Zur Abstimmung steht laut Ad-hoc-Meldung vom 23. Januar vor allem ein Verzicht auf die sogenannte Negativverpflichtungsklausel. Dieser Schritt soll es ermöglichen, Sicherheiten für Zwischenfinanzierungen laufender Projekte zu bestellen. Damit hängt an der Entscheidung der Gläubiger unmittelbar, ob das Unternehmen nach eigenen Angaben die geplanten Finanzierungsschritte im Sanierungskonzept umsetzen kann.
Zur Einordnung: Am 5. Februar informierte die Geschäftsführung in einer digitalen Veranstaltung über das Sanierungskonzept. Das Abstimmungsergebnis soll kurz nach dem Ablauf der Frist morgen vorliegen.
Banken halten still – vorerst
Mit den Banken ist der nächste Baustein bereits vereinbart. Am 23. Januar meldete das Unternehmen eine Stillhaltevereinbarung, die Konsortialkredite, bilaterale Darlehen, ausgewählte Avallinien und Schuldscheindarlehen umfasst. Die Finanzpartner verzichten damit vorerst darauf, Rechte aus möglichen Kündigungsgründen geltend zu machen.
Im Quelltext wird zudem ein Zeitfenster genannt: Die Stillhaltevereinbarung läuft bis Ende März. Damit steigt der Druck, dass die Anleiheänderungen jetzt wie geplant durchkommen.
Verlustserie als Auslöser – Sanierung läuft an
Auslöser der aktuellen Lage waren zwei Gewinnwarnungen, die das Bild komplett drehten: Am 19. November 2025 korrigierte das Unternehmen die Erwartung von 29 bis 39 Millionen Euro Gewinn auf 95 Millionen Euro Verlust. Am 15. Januar folgte eine weitere Verschärfung auf 170 Millionen Euro Jahresfehlbetrag bei einer Konzerngesamtleistung von etwa 230 Millionen Euro.
Als Gründe nannte die Geschäftsführung unter anderem überzeichnete Wind-an-Land-Auktionen in Deutschland mit deutlich reduzierten Einspeisevergütungen, verschobene Windprojekte ins Jahr 2026 sowie Sonderabschreibungen. Hinzu kamen negative Entwicklungen in internationalen Märkten wie Spanien, Finnland, Griechenland und Ungarn.
Operativ laufen Sanierungsmaßnahmen: Hübner Management ist eingebunden, ein CRO-Team steuert den Prozess. Außerdem wurden bereits Projekte verkauft: Am 28. Januar meldete das Unternehmen den Verkauf von drei Solarparks in Frankreich mit zusammen 85 Megawatt peak.
Morgen endet die Gläubigerabstimmung – kurz danach wird das Ergebnis erwartet. Der nächste große Fixpunkt folgt am 22. Juni mit dem Jahresabschluss 2025, der die finalen Zahlen zu den bereits angekündigten Verlusten bestätigen soll.
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