AbbVie Aktie: Zulassungserfolg gelungen
AbbVie hat am vergangenen Wochenende einen entscheidenden regulatorischen Meilenstein in der Onkologie erreicht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA genehmigte eine neue Kombinationstherapie, die die Behandlung bestimmter Formen von Blutkrebs signifikant vereinfachen könnte. Dieser Durchbruch veranlasste erste Analysten bereits dazu, ihre Prognosen für den Pharmakonzern nach oben zu korrigieren.
Erster rein oraler Therapieansatz
Die FDA-Zulassung umfasst die Kombination von Venclexta und Acalabrutinib für die Erstbehandlung von Erwachsenen mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) sowie kleinem lymphatischem Lymphom (SLL). Damit etabliert AbbVie das erste rein orale Therapieschema mit einer festen Dauer von 14 Zyklen für diese Patientengruppe. Im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen entfällt für Betroffene somit die Notwendigkeit einer dauerhaften, zeitlich unbegrenzten Behandlung.
Die Entscheidung der Behörde stützt sich auf die Ergebnisse der Phase-3-Studie AMPLIFY. Die Daten belegen, dass die Kombinationstherapie das Risiko für ein Fortschreiten der Krankheit oder den Tod im Vergleich zur herkömmlichen Chemoimmuntherapie um 35 Prozent senkte. Während die Vergleichsgruppe ein progressionsfreies Überleben von im Median 47,6 Monaten erreichte, wurde dieser Wert im Arm der neuen Kombinationstherapie noch gar nicht erreicht – ein deutliches Signal für die Wirksamkeit.
Barclays hebt den Daumen
Die Reaktion am Kapitalmarkt folgte unmittelbar. Die britische Investmentbank Barclays stufte die Aktie am 21. Februar auf „Strong-Buy“ hoch und veranschlagte ein neues Kursziel von 275 US-Dollar. Die Analysten honorieren damit die konsequente Stärkung des Onkologie-Segments, das bereits im Geschäftsjahr 2025 rund 6,65 Milliarden US-Dollar zum Gesamtumsatz beisteuerte.
Doch wie stark wird dieser Erfolg die Bilanz des laufenden Jahres prägen? Das Management blickt optimistisch nach vorn und gab für das Geschäftsjahr 2026 eine bereinigte Gewinnprognose zwischen 14,37 und 14,57 US-Dollar je Aktie aus. Diese Guidance baut auf einem starken vierten Quartal 2025 auf, in dem der Konzernumsatz im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 16,62 Milliarden US-Dollar kletterte.
Kursmarken und Dividende
Trotz der positiven Nachrichtenlage zeigt der Blick auf die nackten Zahlen eine gewisse Zurückhaltung der Anleger in den letzten Wochen. Die Aktie ging am Freitag bei 191,00 Euro aus dem Handel und liegt seit Jahresbeginn knapp 2,45 Prozent im Minus. Allerdings deutet der aktuelle Relative-Stärke-Index (RSI) von 16,8 auf eine massiv überverkaufte Situation hin, was den Titel für antizyklische Investoren nach der FDA-Meldung attraktiv machen könnte.
Neben den Wachstumsimpulsen aus der Onkologie bleibt die Dividende eine verlässliche Komponente für Aktionäre. Das Unternehmen plant für den 15. Mai 2026 eine Quartalsausschüttung von 1,73 US-Dollar je Aktie. Da AbbVie seit seiner Abspaltung im Jahr 2013 die Dividende kontinuierlich gesteigert hat, bleibt der Wert ein fester Bestandteil für einkommensorientierte Portfolios. Die nächste wichtige Marke für Anleger ist der 15. April 2026, der als Stichtag für die kommende Dividendenzahlung gilt.
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