Der deutsche Schifffahrtsriese Hapag-Lloyd übernimmt den Konkurrenten ZIM Integrated Shipping Services für rund 4,2 Milliarden US-Dollar. Mit einem Barangebot von 35 US-Dollar pro Aktie bietet Hapag-Lloyd einen Aufschlag von 58 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 13. Februar. Diese Transaktion markiert eine der bedeutendsten Konsolidierungen in der globalen Containerschifffahrt der letzten Jahre.

Strategische Aufteilung und Marktmacht

Die Vereinbarung sieht eine besondere Struktur vor, um nationale Sicherheitsinteressen Israels zu berücksichtigen. Während Hapag-Lloyd das globale Netzwerk und 99 gecharterte Schiffe in die eigene Flotte integriert, werden die israelischen Handelsrouten in eine neue Gesellschaft namens „New ZIM“ ausgegliedert. Diese Einheit, die 16 Schiffe umfasst, wird von der israelischen Private-Equity-Firma FIMI Opportunity Funds übernommen. Durch die Integration des ZIM-Netzwerks steigt Hapag-Lloyd zum weltweit fünftgrößten Reedereibetrieb auf.

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Kurssprung und gewerkschaftlicher Widerstand

An den Finanzmärkten löste die Ankündigung massive Bewegungen aus. Die ZIM-Aktie stieg um über 30 Prozent, wobei das Handelsvolumen fast das Zehnfache des Tagesdurchschnitts erreichte. Auch Analysten passten ihre Einschätzungen an: Die Citigroup hob ihr Rating gestern von „Sell“ auf „Neutral“ an und korrigierte das Kursziel auf 31,80 US-Dollar nach oben.

Doch kann Hapag-Lloyd die Integration ohne langwierige Arbeitskämpfe abschließen? Trotz des Kursfeuerwerks regt sich Widerstand in der Belegschaft. Gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter haben ihre Streiks bereits ausgeweitet, da sie durch die Übernahme umfangreiche Entlassungen befürchten.

Zeitplan bis zum Abschluss

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Aktionäre sowie der zuständigen Aufsichtsbehörden. Der endgültige Abschluss der Übernahme wird für Ende 2026 erwartet. Bis zu diesem Zeitpunkt agieren Hapag-Lloyd und ZIM weiterhin als rechtlich eigenständige und unabhängige Unternehmen am Markt. Anleger werden in den kommenden Monaten insbesondere die kartellrechtlichen Genehmigungsprozesse sowie die weitere Entwicklung der Tarifkonflikte beobachten müssen.

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