Plug Power hat zuletzt operative Fortschritte erzielt, die sich im Aktienkurs kaum niederschlagen. Während das Management auf Investorenkonferenzen für die Wasserstoffstrategie wirbt, rückt ein juristischer Termin näher, der die Stimmung unter Anlegern belastet.

Operative Verbesserung, stagnierender Kurs

Im März nahmen CFO Paul Middleton und Investor-Relations-Chef Roberto Friedlander an der Roth Annual Growth Conference in Dana Point, Kalifornien, teil. Zuvor hatte Plug Power bereits Roadshows in Europa und Washington absolviert. Der intensive Investorendialog hat den Kurs bislang nicht bewegt — seit September 2025 notiert die Aktie weitgehend seitwärts.

Dabei lieferte das Unternehmen zuletzt durchaus positive Signale. Der Jahresumsatz 2025 kletterte um knapp 13 Prozent auf rund 710 Millionen Dollar. Besonders auffällig: Im vierten Quartal 2025 erzielte Plug Power erstmals wieder einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — nach einer Bruttomarge von minus 122,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Erreicht wurde das durch das Kostensenkungsprogramm „Project Quantum Leap", das Stellenabbau, Standortkonsolidierungen und Preiserhöhungen umfasste.

Liquidität durch Assetverkauf

Ein zentraler Baustein der Finanzstrategie ist der geplante Verkauf von Vermögenswerten an Stream Data Centers. Die Transaktion soll Bruttoerlöse von mindestens 132,5 Millionen Dollar einbringen — und bis zu 142 Millionen Dollar, abhängig vom Abschlusszeitpunkt. Enthalten sind das Grundstück des ehemaligen Wasserstoffprojekts „Project Gateway" in New York sowie zugehörige Infrastruktur. Der Abschluss ist bis spätestens 30. Juni 2026 geplant. Das Werk am STAMP-Industriepark, einst als größte grüne Wasserstofffabrik der USA konzipiert, wurde offiziell aufgegeben.

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Insgesamt zielt Plug Power mit dem Paket auf eine Liquiditätsverbesserung von mehr als 275 Millionen Dollar ab.

Klage mit Frist bis 3. April

Parallel läuft eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs. Die Kanzlei Glancy Prongay Wolke & Rotter LLP hat Anlegern mit Verlusten bis zum 3. April 2026 Zeit gegeben, sich als Hauptkläger zu registrieren. Der Vorwurf: Plug Power soll die Wahrscheinlichkeit übertrieben dargestellt haben, dass ein Darlehen des US-Energieministeriums tatsächlich ausgezahlt wird. Als die entsprechenden Informationen im November 2025 bekannt wurden, brach der Kurs an einem einzigen Tag um 17 Prozent ein.

Das Unternehmen hält unterdessen an seinen Mittelfristzielen fest: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das operative Momentum stark genug ist, um das juristische Gegengewicht zu kompensieren — der Ausgang der Klage und der Abschluss des Stream-Deals dürften die Weichen stellen.

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