XRP: Streit um Dezentralität
XRP steht gerade nicht wegen eines neuen Hypes im Mittelpunkt, sondern wegen einer Grundsatzfrage: Wie dezentral ist das Netzwerk wirklich? Ausgelöst hat die Debatte Kritik am Validator-Design des XRP Ledger – und eine schnelle, öffentliche Gegenwehr aus dem Ripple-Lager. Parallel versucht das Ökosystem, sich mit neuen Compliance-Funktionen stärker für institutionelle Anwendungen zu positionieren.
Der Streit um die Unique Node List
Im Kern dreht sich alles um die „Unique Node List“ (UNL) des XRP Ledger. Cyber-Capital-Gründer Justin Bons kritisiert, dass diese Struktur Validatoren faktisch „permissioned“ mache. Sein Vorwurf: Ripple habe dadurch zu viel Kontrolle über das Netzwerk. Bons argumentiert zudem, dass eine Abweichung von der zentral veröffentlichten Liste zu einer Abspaltung (Fork) führen könne – und damit dem Anspruch eines offenen, erlaubnisfreien Blockchain-Systems widerspreche.
David Schwartz, CTO Emeritus bei Ripple, widersprach deutlich. Er betonte, das System sei gezielt so konstruiert worden, dass keine einzelne Firma den Konsensmechanismus dominieren könne. Zudem verwies er auf den Konsensansatz des Ledgers, der ohne Proof-of-Work oder Proof-of-Stake auskomme und dabei Schutz gegen Double-Spending sowie mögliche Zensur bieten solle.
Kann XRPL damit gleichzeitig „compliance-tauglich“ und ausreichend dezentral sein? Genau an diesem Spannungsfeld entzündet sich der aktuelle Schlagabtausch – und es wird auch durch die jüngsten technischen Erweiterungen nicht kleiner.
Compliance-Upgrade als Türöffner
Unabhängig von der Dezentralitätsdebatte arbeiten die Entwickler an der Ausrichtung auf den Enterprise-Einsatz. Ripple hat nach Angaben des Quelltexts den Standard XLS-81 ausgerollt. Das Upgrade bringt integrierte KYC- und Compliance-Werkzeuge direkt ins Ledger.
Die Idee dahinter ist pragmatisch: Banken und Zahlungsdienstleister sollen regulatorisch konforme Anwendungen schneller starten können, ohne teure externe Verifikationsschichten selbst bauen zu müssen. Genau diese „Abkürzung“ könnte erklären, warum der Fokus zunehmend weg von reinem Retail-Trading und hin zu konkreter Nutzung im Finanzbetrieb wandert.
Institutionelle Tests treffen auf schwaches Marktumfeld
Der Quelltext nennt zudem, dass traditionelle Finanzakteure die Infrastruktur bereits testen und nutzen. Als Beispiel wird Aviva Investors erwähnt, die das Netzwerk verstärkt zur Tokenisierung von Fonds einsetzen. Dahinter steht ein größeres Thema: Technologisches Interesse von Finanzhäusern, um Liquiditätsmanagement zu verbessern und Zahlungswege effizienter zu machen.
Kurzfristig bleibt der Kurs aber vom breiten Kryptomarkt abhängig. XRP steht laut den bereitgestellten Daten bei 1,37 USD und liegt auf 30-Tage-Sicht rund 25% im Minus. Damit prallen zwei Welten aufeinander: struktureller Ausbau für Institutionen auf der einen Seite – und ein riskanter, schwankungsanfälliger Markt auf der anderen.
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