XRP: Regulierung trifft Upgrade
Für XRP laufen gerade zwei Fäden zusammen, die institutionelle Anleger besonders genau verfolgen: Fortschritte in der US-Regulierung und ein wichtiges Technik-Upgrade im XRP Ledger. Beides zielt auf dasselbe Problem – rechtliche Klarheit und Compliance-taugliche Infrastruktur. Die Frage ist nur: Wie schnell kommt die erhoffte Öffnung für regulierte Player wirklich voran?
CLARITY Act: Hoffnung, aber Verzögerungen
Im Mittelpunkt steht der „Digital Asset Market CLARITY Act“, ein umfassendes US-Gesetz zur Marktstruktur. Für XRP wäre das politisch ein großer Schritt: Der Entwurf würde XRP ausdrücklich als Nicht-Wertpapier einstufen und damit jahrelange Unsicherheit adressieren, die viele große Investoren bislang vorsichtig hielt.
Allerdings hat das Gesetz im Januar einen Dämpfer bekommen. Eine geplante Abstimmungsvorbereitung im Senate Banking Committee am 15. Januar wurde verschoben, nachdem Coinbase-Chef Brian Armstrong seine Unterstützung zurückzog. Als Gründe wurden Passagen genannt, die unter anderem tokenisierte Aktien und DeFi betreffen, sowie Regeln, die Krypto-Firmen Zinsen auf Stablecoin-Bestände untersagen würden.
Dazu kommt: Aktuell stehen mehr als 130 Änderungsanträge im Raum – von Stablecoin-Renditeregeln bis hin zu Ethikvorgaben für staatliche Krypto-Investments. Ripple-CEO Brad Garlinghouse zeigte sich dennoch optimistisch und sagte in Davos 2026, regulatorische Klarheit sei „näher als je zuvor“.
XRPL-Upgrade: „Permissioned Domains“ soll am 4. Februar starten
Parallel arbeitet die Community an einem konkreten Infrastruktur-Schritt: der Aktivierung der Permissioned-Domains-Amendment im XRP Ledger. Laut Bericht hat das Upgrade 88,24% Validator-Zustimmung erreicht und soll voraussichtlich am 4. Februar 2026 live gehen.
Der Kernnutzen: Regulierter Zugang zur Liquidität – ohne dass Institutionen zwangsläufig über öffentliche, dezentrale Börsen routen müssen, was in der Praxis Compliance-Fragen auslöst. Permissioned Domains und Credentialing-Ansätze sollen genau diese Lücke schließen und damit eine Hürde für professionelles Kapital senken.
Ripple baut am Bank- und Treasury-Setup
Auch abseits von Gesetzgebung und Protokoll-Update treibt Ripple die Anbindung an klassische Finanzschienen voran. Im Dezember 2025 erhielt das Unternehmen eine bedingte Zustimmung der US-Aufsicht OCC für eine nationale Banklizenz (Ripple National Trust Bank). Zudem läuft ein Antrag auf ein Federal-Reserve-Masterkonto, das direkten Zugang zu FedWire und FedNow ermöglichen würde.
Beim Produkt-Ökosystem setzt Ripple außerdem auf Unternehmenslösungen: Gemeinsam mit GTreasury wurde „Ripple Treasury“ angekündigt, eine Treasury-Infrastruktur, die klassische Cash-Prozesse mit Digital-Asset-Systemen verbinden soll. Der Stablecoin RLUSD, gestartet im Dezember 2024 und seit 22. Januar 2026 auf Binance gelistet, überschritt laut CoinMarketCap rund 13 Monate nach Start eine Marktkapitalisierung von 1,3 Mrd. US-Dollar.
Marktbild: ETF-Zuflüsse, aber Kurs am Tief
Institutionelles Interesse zeigt sich auch über XRP-Spot-ETFs, die im November 2025 gestartet sind: Berichten zufolge kamen kumuliert über 1,3 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen zusammen – mit 43 Handelstagen in Folge mit positiven Flows. Gleichzeitig wird betont, dass die Dimension im Vergleich zu Bitcoin- und Ethereum-Produkten noch moderat ist.
Am Markt selbst bleibt der Ton jedoch vorsichtig: Mit 1,79 USD markiert XRP heute ein frisches 52‑Wochen‑Tief; der RSI von 28,8 deutet zudem auf ein deutlich überverkauftes Niveau hin.
Diese Termine sind kurzfristig entscheidend
In den nächsten Wochen bündeln sich mehrere konkrete Trigger:
- 4. Februar: Erwartete Aktivierung von Permissioned Domains im XRPL
- 11. Februar: XRP Community Day mit Brad Garlinghouse und Monica Long
- CLARITY Act: Fortlaufende Verhandlungen im US-Senat, inkl. zahlreicher Änderungsanträge
- Fed-Masterkonto: Entscheidung über Ripples Antrag auf Federal-Reserve-Zugang steht aus
Unterm Strich hängt die nächste Phase weniger an einem einzelnen Kurstreiber, sondern an einem Doppelpass aus Politik und Technik: Wenn der CLARITY Act vorankommt und das XRPL-Upgrade wie geplant greift, könnten genau die Compliance-Baustellen kleiner werden, die bislang viele Institutionelle gebremst haben.
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