Xiaomi zieht gerade an zwei sehr unterschiedlichen Hebeln: neue Premium-Smartphones für den globalen Markt und Wachstum über die EV-Sparte. Gleichzeitig kommen von außen Gegenwinde – ein eskalierender Steuerstreit in Indien und ein Smartphone-Markt, der 2026 deutlich schrumpfen könnte. Wie passt das zusammen – und was wird am 24. März bei den Jahreszahlen sichtbar?

Die Börse zeigt sich zuletzt nervös: Heute fällt der Kurs auf 3,44 Euro (‑5,52%) und markiert damit zugleich ein neues 52‑Wochen‑Tief. Auf 12‑Monats-Sicht steht ein Minus von 41,62%.

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Premium-Offensive: Xiaomi 17 als Signal

Ende Februar hat Xiaomi in Barcelona sein bislang größtes internationales Hardware-Event aufgefahren – noch vor dem Mobile World Congress 2026. Im Zentrum: der globale Start der Xiaomi‑17‑Serie (Xiaomi 17, Xiaomi 17 Ultra sowie ein Leica Leitzphone powered by Xiaomi). Dazu kommt der Ausbau des „Human x Car x Home“-Ökosystems.

Auch die Preispunkte zeigen klar die Richtung: 999 Euro (Xiaomi 17), 1.499 Euro (Xiaomi 17 Ultra) und 1.999 Euro (Leitzphone). Xiaomi betont zudem, die Kooperation mit Leica in ein strategisches „Co‑Creation“-Modell überführt zu haben. Unterm Strich: Das Unternehmen positioniert sich stärker im Premium-Segment – ausgerechnet in einem Umfeld, das für viele Hersteller rauer wird.

EV-Sparte: Februar schwächer – Übergang läuft

Parallel meldete Xiaomi für Februar mehr als 20.000 EV-Auslieferungen nach mehr als 39.000 im Januar. Der Rückgang ist laut Unternehmen und Branchenmuster saisonal erklärbar: Das chinesische Neujahrsfest drückt die Monatswerte bei Herstellern häufig um 30 bis 50%.

Operativ steckt zudem ein Übergang dahinter. Anfang Februar endete offiziell die Produktion des ersten SU7-Modells, der Absatzfokus liegt inzwischen auf dem SUV YU7. Für 2025 nennt Xiaomi 411.837 ausgelieferte Fahrzeuge, für 2026 steht ein Ziel von 550.000 Einheiten im Raum – inklusive Vorbereitung auf die Serienproduktion der nächsten SU7-Generation.

Belastungen: Indien, Chipkosten, Rückkäufe – und der 24. März

Der schwer greifbare, aber potenziell teure Unsicherheitsfaktor bleibt Indien: Ein Steuertribunal entschied im November gegen Xiaomi. Im Kern geht es um zu niedrig angesetzte Importwerte, weil Lizenzgebühren (u. a. an Qualcomm) nicht in die Zollbemessung eingeflossen sein sollen. Aus einer Nachforderung von 72 Mio. US‑Dollar könnte nach indischem Recht über 150 Mio. US‑Dollar werden, falls Xiaomi den Streit verliert.

Gleichzeitig deutet die Marktlage im Smartphone-Geschäft auf Gegenwind. Laut IDC-Prognose sollen die globalen Smartphone-Auslieferungen 2026 um 12,9% auf rund 1,12 Mrd. Geräte fallen – getrieben von Engpässen und teureren Speicherchips. Für Xiaomi kommt hinzu: Im vierten Quartal 2025 rutschte der Konzern laut Quelltext global auf Platz drei, die Auslieferungen fielen um 11,4% auf rund 37,8 Mio. Einheiten, der Marktanteil auf etwa 11%.

Als Stütze am Kapitalmarkt läuft zudem ein Rückkauf: Am 24. und 25. Februar erwarb Xiaomi jeweils 2,8 Mio. Class‑B‑Aktien für zusammen 200 Mio. Hongkong‑Dollar.

Der nächste harte Termin ist bereits gesetzt: Am 24. März 2026 will der Vorstand die konsolidierten Jahresergebnisse 2025 prüfen und genehmigen – inklusive möglicher Entscheidung über eine Abschlussdividende. Genau dort dürfte sich zeigen, wie stark Steuerstreit und Marktumfeld in den Zahlen durchschlagen und wie überzeugend die Premium- und EV-Story unterm Strich trägt.

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