Starke Zahlen, schwacher Kurs — bei Wolters Kluwer klaffen operative Realität und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Während das Unternehmen 2025 solide gewachsen ist, hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 28 Prozent verloren. Das Rückkaufprogramm läuft dennoch planmäßig weiter.

Rückkäufe zu sinkenden Preisen

In der Woche vom 19. bis 25. März erwarb Wolters Kluwer 107.852 eigene Aktien für insgesamt 6,9 Millionen Euro — zu einem Durchschnittspreis von 64,35 Euro. Drei Wochen in Folge ist der durchschnittliche Einstandspreis gesunken: von 68,23 Euro Anfang März auf nun 64,35 Euro. Das Unternehmen kauft also mehr Aktien für weniger Geld.

Die Rückkäufe sind Teil eines im Februar angekündigten Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500 Millionen Euro für das laufende Jahr. Für den Zeitraum bis Anfang Mai hat Wolters Kluwer einen Dritten beauftragt, 60 Millionen Euro davon am Markt umzusetzen.

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Starke Zahlen, schwaches Sentiment

Der anhaltende Kursrückgang steht im Kontrast zur operativen Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Umsätze auf 6,125 Milliarden Euro — ein organisches Plus von sechs Prozent. Cloud-Software-Erlöse legten sogar um 15 Prozent zu. Das bereinigte operative Ergebnis wuchs um neun Prozent auf 1,687 Milliarden Euro, die entsprechende Marge verbesserte sich auf 27,5 Prozent.

Belastet wird die Aktie vor allem durch den breiten Abverkauf europäischer Software-Titel sowie durch Währungsrisiken: Rund 65 Prozent der Erlöse stammen aus Nordamerika, womit EUR/USD-Bewegungen direkt auf das Ergebnis durchschlagen.

KI-gestützte Lösungen machen inzwischen etwa 70 Prozent der digitalen Umsätze aus. Für 2026 plant das Management, die Investitionen in Produktentwicklung auf 12 bis 13 Prozent des Umsatzes zu erhöhen, um die KI-Strategie weiter auszubauen.

Termine im Blick

Am 6. Mai 2026 veröffentlicht Wolters Kluwer seinen nächsten Quartalsbericht. Wenige Wochen später, am 21. Mai, findet die Hauptversammlung statt. Dort soll eine Schlussdividende von 1,59 Euro je Aktie beschlossen werden, was eine Gesamtdividende von 2,52 Euro für 2025 ergibt — ein Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ex-Dividende-Tag ist der 25. Mai, die Auszahlung folgt am 17. Juni.

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