Der Weg für eine der größten Medienhochzeiten des Jahrzehnts ist geebnet. Warner Bros. Discovery hat den Termin für die entscheidende Aktionärsabstimmung über die Fusion mit Paramount Skydance auf Ende April festgelegt. Während die vertraglich zugesicherte Übernahmeprämie enorm ist, signalisiert der Markt weiterhin erhebliche Zweifel an einem reibungslosen Abschluss.

Die Abstimmung und Konditionen

Am 23. April 2026 stimmen die Anteilseigner über den Zusammenschluss ab. Ein Verzicht auf die Stimmabgabe wird laut den nun verschickten Unterlagen wie eine Gegenstimme gewertet. Die finanziellen Anreize für ein "Ja" sind gewaltig: Aktionäre sollen 31 US-Dollar in bar pro WBD-Papier erhalten. Das entspricht einem Aufschlag von 147 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vor Bekanntwerden der Pläne.

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Aus dem 110 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss entstünde ein neuer Gigant, der allerdings auch mit 79 Milliarden US-Dollar Nettoschulden starten würde. Die Prognosen für das fusionierte Unternehmen umfassen folgende Eckdaten:
* Jahresumsatz: 70 Milliarden US-Dollar
* EBITDA: 16 Milliarden US-Dollar
* Cashflow: 10 Milliarden US-Dollar
* Streaming-Abonnenten: 207 Millionen

Kartellwächter und goldene Fallschirme

Trotz der einstimmigen Befürwortung durch beide Vorstände bleibt die regulatorische Freigabe die größte Hürde. Das US-Justizministerium hat eine beschleunigte Prüfung aus politischen Gründen bereits ausgeschlossen. Mittlerweile analysieren auch die Behörden in Los Angeles County sowie die kanadische Wettbewerbskommission die Auswirkungen auf Verbraucher und Marktkonkurrenz.

Für Verzögerungen oder ein Scheitern haben die Parteien vorgesorgt. Sollte die Transaktion bis Ende September 2026 nicht abgeschlossen sein, fließt eine vierteljährliche Entschädigung von 0,25 US-Dollar je Aktie an die WBD-Aktionäre. Platzt der Deal aufgrund von Veto-Entscheidungen der Behörden komplett, muss Paramount eine Ausfallstrafe von sieben Milliarden US-Dollar zahlen. Gleichzeitig rücken die üppigen Abfindungen in den Fokus: CEO David Zaslav winken nach einem erfolgreichen Abschluss Aktien und Barmittel im Wert von über 550 Millionen US-Dollar.

Risikoabschlag bleibt bestehen

An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit über den Zeitplan und die behördlichen Zustimmungen deutlich wider. Mit einem aktuellen Kurs von 23,40 Euro notiert das WBD-Papier weit unter dem gebotenen Übernahmepreis. Dieser erhebliche Abstand verdeutlicht die anhaltende Skepsis der Investoren hinsichtlich eines Vollzugs bis zum anvisierten Ziel im dritten Quartal 2026. Bis zur Vorlage der ersten Zwischenberichte der Kartellbehörden Ende Mai bleibt die regulatorische Entwicklung der bestimmende Faktor für die Bewertung der Aktie.

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