Vulcan Energy Aktie: Zeitplan steht
Vulcan Energy meldet einen wichtigen operativen Fortschritt beim Zero Carbon Lithium™ Projekt im Oberrheingraben. Ein Produktionstest am ersten neuen Lionheart-Bohrloch ist erfolgreich abgeschlossen und bestätigt die angestrebte Förderleistung für die erste Projektphase.
Parallel hat das Unternehmen den Zeitplan nach der endgültigen Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) neu geordnet. Für Anleger stellt sich damit vor allem die Frage, wann tatsächlich mit den ersten Lithium-Lieferungen aus Deutschland zu rechnen ist.
Zeitplan und Produktionsziel
Vulcan Energy plant in Phase Eins eine Jahresproduktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat.
Wesentliche Eckpunkte des aktualisierten Fahrplans:
- Zielprodukt: Batteriequalitäts-Lithiumhydroxid für den europäischen Markt
- Phase-Eins-Kapazität: 24.000 Tonnen pro Jahr
- Baubeginn: Übergang in die Bauphase nach FID im Dezember 2025
- Erwartete Bauzeit: rund 2,5 Jahre
- Geplanter Start der kommerziellen Produktion: 2028
Frühere Pläne hatten erste Lieferungen bereits für 2026 ins Auge gefasst. Mit der FID im Dezember 2025 wurde dieser Zeitplan angepasst. Die nun anvisierte Aufnahme der Produktion im Jahr 2028 liegt im erwarteten Zeitfenster des Ausbaus europäischer Batteriefabriken zwischen 2028 und 2030.
Der erfolgreiche Test am LSC-1b-Sidetrack-Bohrloch stützt dabei die Annahme, dass die Ressource ausreichend förderstark ist, um das geplante Produktionsvolumen zu unterlegen.
Finanzierung und Partner
Der Übergang in die Bauphase wird durch ein großes Finanzierungs- und Partnerpaket ermöglicht, das Ende 2025 finalisiert wurde.
Kernpunkte der Finanzierung:
- Gesamtvolumen: 2,2 Milliarden Euro für Phase Eins des Lionheart-Projekts
- Struktur: umfangreiche Fremdkapitalzusage eines Konsortiums aus 13 Institutionen
- Beteiligte: unter anderem die Europäische Investitionsbank (EIB)
- Öffentliche Unterstützung: Mittel aus dem Rohstofffonds der deutschen Bundesregierung
Auf der technischen Seite wurde ABB Ende 2025 als Hauptauftragnehmer für die Elektrotechnik (Main Electrical Contractor) ernannt. Der Industriekonzern soll die komplette elektrische Infrastruktur für die integrierte Lithium- und Erneuerbare-Energien-Anlage liefern.
Zu den weiteren Projektpartnern zählen neben ABB unter anderem Glencore, die Renault Group, Stellantis und Volkswagen.
Strategische Bedeutung für Europa
Das Zero Carbon Lithium™ Projekt ist in die europäische Rohstoff- und Industriepolitik eingebettet. Die EU verfolgt das Ziel, eine eigene, nachhaltige Lieferkette für Batterierohstoffe aufzubauen und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren.
Relevante Rahmenpunkte:
- Starker Anstieg der erwarteten Lithium-Nachfrage in Europa durch Elektromobilität
- Bisher begrenzte lokale Produktion von batterietauglichem Lithiumhydroxid
- Fokus auf sichere, langfristige Versorgung europäischer Batterie- und Automobilhersteller
- Nutzung von Geothermie und Direct Lithium Extraction (DLE) als CO₂-arme Technologieplattform
Der Geothermiesektor, der das Fundament des Prozesses bildet, verzeichnet zugleich steigende Investitionen als Quelle verlässlicher, emissionsarmer Energie.
Fazit: Projekt mit klaren Eckdaten
Mit dem erfolgreichen Test des ersten neuen Lionheart-Bohrlochs, der gesicherten Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro und der Festlegung des Produktionsstarts auf 2028 liegen zentrale operative, finanzielle und zeitliche Eckdaten für Phase Eins nun klar auf dem Tisch. Entscheidend wird sein, den geplanten Bauzeitraum von rund 2,5 Jahren einzuhalten, um das angestrebte Produktionsvolumen von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr rechtzeitig in die erwartete Ausbauphase der europäischen Gigafactories zwischen 2028 und 2030 einzubetten.
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