Das deutsch-australische Unternehmen hat einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Ein Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro sichert die finale Investitionsentscheidung (FID) für das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben. Doch in die Erfolgsmeldung mischen sich warnende Töne. Eine aktuelle Präsentation des Managements dämpft die Euphorie und bringt ein für Aktionäre unangenehmes Szenario zurück auf den Tisch.

Finanzierung steht, Risiko bleibt

Mit den gesicherten Geldern kann Vulcan Energy theoretisch in die Vollen gehen. Allerdings wies die Unternehmensführung gestern explizit auf bestehende Risiken hin. Zwar basiere die Machbarkeitsstudie auf vernünftigen Annahmen, doch technische und marktseitige Unsicherheiten lassen sich bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht ausschließen.

Der kritische Punkt für Anleger: Das Management betonte erneut, dass zur vollständigen Realisierung der Projektziele zusätzliches Kapital erforderlich sein könnte. Dies würde im Zweifel weitere Kapitalerhöhungen und damit eine Verwässerung der bestehenden Anteile oder Änderungen in der Eigentümerstruktur bedeuten. Dieser Realitätscheck erfolgt genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Bauaktivitäten an der Extraktionsanlage in Landau und der zentralen Verarbeitungsstätte in Frankfurt-Höchst hochgefahren werden.

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Operativ schafft das Unternehmen Fakten. Der Quartalsbericht bestätigt den Übergang von der reinen Entwicklung in die Ausführungsphase. Neben dem Baustart untermauern auch technische Daten den Fortschritt: Produktionstests an der Bohrung LSC-1b bestätigten die für den Plan notwendigen Flussraten. Zudem sichert ein bindender Abnahmevertrag mit dem Rohstoffhändler Glencore den Absatz von bis zu 44.000 Tonnen Lithiumhydroxid über die ersten acht Jahre ab.

Diese Mischung aus Fortschritt und Risiko scheint institutionelle Adressen anzuziehen. Meldungen vom 29. Januar zeigen, dass Van Eck Associates die Stimmrechte an Vulcan Energy auf 5,04 Prozent erhöht hat. Offenbar gewichten einige große Vermögensverwalter das langfristige Potenzial der europäischen Lithium-Lieferkette aktuell höher als die Risiken der komplexen Infrastrukturentwicklung.

Faktenübersicht: Vulcan Energy Phase Eins

KennzahlDetail
ProjektLionheart (Oberrheingraben, Deutschland)
Zielproduktion24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr
ZeitplanKommerzieller Produktionsstart für 2028 geplant
PartnerGlencore (Abnahme), Hochtief (Bau/Equity), KfW (Finanzierung)
Finanzierung2,2 Mrd. Euro Paket gesichert (Fremd- und Eigenkapital)

Der Zeitplan duldet nun keine Fehler mehr. Das Ziel, 2028 mit der kommerziellen Produktion zu starten, lässt keinen Spielraum für technische Verzögerungen. Als Vorzeigeprojekt für die Unabhängigkeitsbestrebungen der EU bei kritischen Rohstoffen steht Vulcan Energy unter massivem Erwartungsdruck, die Theorie nun fristgerecht in industrielle Praxis umzusetzen.

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