Vonovia Aktie: Bewertungsmaßstäbe erläutert
Goldman Sachs legt sich bei Vonovia fest, während der Kurs kaum vom Fleck kommt. Der US-Finanzriese sieht deutliches Potenzial nach oben, institutionelle Anleger stocken ihre Beteiligungen auf – doch der Markt bleibt skeptisch. Wie passt dieses Bild zusammen?
Die Fakten im Überblick
- Aktueller Kurs: 24,24 €
- 7-Tage-Veränderung: -3,92 %
- 30-Tage-Veränderung: -11,58 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (30,39 €): rund -20 %
- BlackRock-Beteiligung: 8,33 % der Stimmrechte
- Goldman-Sachs-Kursziel: 36,60 € (Einstufung „Buy“)
- Präsentation der Jahreszahlen: voraussichtlich 19. März 2026
Goldman Sachs setzt klares Kaufsignal
In einer neuen Analyse bestätigt Goldman Sachs seine positive Einschätzung für den DAX-Wohnimmobilienkonzern. Analyst Jonathan Kownator bleibt bei „Buy“ und senkt das Kursziel nur leicht von 37,00 € auf 36,60 €. Trotz dieser minimalen Anpassung spricht die Bank von einem deutlichen Bewertungsspielraum nach oben.
Besonders bemerkenswert: Kownator bezeichnet Vonovia derzeit als einzigen Kauf im deutschen Immobiliensektor. Seine Argumentation ist klar makrogetrieben:
- Schutz vor geopolitischen Risiken: Europäische Immobilienwerte sollen als Absicherung („Hedge“) in einem unsicheren Umfeld dienen.
- Alternative zu Tech-Bewertungen: Immobilien werden als Gegenpol zu möglichen Übertreibungen im Technologiesektor gesehen.
- Fokus auf reale Werte: Sachwerte im Portfolio sollen Stabilität bringen und die Diversifikation verbessern.
Ausgehend vom aktuellen Kurs um 24,24 € ergibt sich aus dem Goldman-Sachs-Kursziel ein theoretisches Aufwärtspotenzial von deutlich über 50 %. Die Analyse steht damit in scharfem Kontrast zur jüngsten Kursentwicklung.
Kurs schwach, Technik angeschlagen
An der Börse spiegelt sich die optimistische Analystensicht bislang nicht wider. Die Aktie liegt auf Wochensicht mit rund -3,92 % im Minus, auf 30-Tage-Sicht summiert sich das Minus auf etwa -11,6 %. Seit Jahresanfang steht trotz dieser Rücksetzer nur ein leichtes Plus von 0,75 % zu Buche – der Titel hat also jüngst deutlich an Dynamik verloren.
Charttechnisch bleibt das Bild belastet:
- Der Kurs notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 25,04 €.
- Auch der 200-Tage-Durchschnitt bei 27,12 € wird spürbar unterschritten (Abstand rund -10,6 %).
- Mit 24,24 € bewegt sich die Aktie nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 23,67 €.
Hinzu kommt ein 14-Tage-RSI von 37,3, der auf ein eher schwaches, aber noch nicht extrem überverkauftes Sentiment hindeutet. Zusammengefasst dominieren kurzfristig die Abwärtssignale, obwohl das Papier fundamental von Analystenseite Rückenwind erhält.
BlackRock erhöht Beteiligung deutlich
Parallel zur Goldman-Sachs-Studie sorgt eine Stimmrechtsmitteilung für Aufmerksamkeit. Der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock hat seine Beteiligung an Vonovia zuletzt spürbar ausgebaut.
- Neuer Stimmrechtsanteil (Stichtag 19. Januar 2026): 8,33 %
- Zuvor gemeldeter Anteil: 7,63 %
Der Zukauf signalisiert, dass große Adressen das aktuelle Kursniveau offenbar als Gelegenheit für langfristige Aufstockungen nutzen. Im Zusammenspiel mit dem positiven Votum von Goldman Sachs entsteht damit ein Bild, in dem vor allem professionelle Investoren die Unterbewertungsthese stützen.
Ausblick bis zu den Märzzahlen
Der nächste klare Orientierungspunkt ist der 19. März 2026. An diesem Tag will das Unternehmen die Zahlen zum vierten Quartal 2025 und den vollständigen Jahresabschluss vorlegen. Bis dahin dürften vor allem drei Faktoren den Ton angeben:
- die weitere Entwicklung der Zinsen,
- zusätzliche Analystenkommentare zum Sektor,
- und die Frage, ob sich der Kurs stabil über dem Bereich des 52-Wochen-Tiefs halten kann.
Aktuell prallen damit zwei Welten aufeinander: ein schwacher Chart mit deutlichem Abstand zu den langfristigen Durchschnitten und gleichzeitig ein klar bullisches Signal von Goldman Sachs sowie eine erhöhte Beteiligung durch BlackRock. Spätestens mit den Märzzahlen wird sich zeigen, ob die fundamentale Story das technische Bild drehen kann oder der Kurs weiter in der Nähe seiner Tiefs verharrt.
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